Nutzungsdauer ist abgelaufen: Stadt will Reihengräber in Selm einebnen

Reihengräber

Die Stadt Selm kündigt an, Reihengräber auf den Friedhöfen im Stadtgebiet einzuebnen. Ist das noch zu verhindern?

Selm, Bork, Cappenberg

, 07.11.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt will Reihengräber, deren Nutzungsdauer nach 25 Jahren abgelaufen ist, einebnen.

Die Stadt will Reihengräber, deren Nutzungsdauer nach 25 Jahren abgelaufen ist, einebnen. © Arndt Brede (Archiv)

Die Stadt Selm wird ab dem 4. Januar 2021 mit der Einebnung von insgesamt 19 Reihengräbern auf den Friedhöfen Selm, Bork und Cappenberg beginnen. Das teilt die Stadt im Amtsblatt mit. Auf dem Friedhof Selm sind 16 Reihengräber betroffen, auf dem Friedhof Bork zwei und auf dem Friedhof Cappenberg eines.

Laut Stadtverwaltung Selm werden die Nutzungsdauern und Ruhefristen der Gräber, die eingeebnet werden sollen, zum 31. Dezember dieses Jahres ablaufen.

Nach Paragraf 10 der Satzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen der Stadt Selm betrage die Ruhefrist und Nutzungsdauer bei Reihengräbern 25 Jahre.

Die Grabstellen seien auf den Friedhöfen durch entsprechende Schilder gekennzeichnet. Ist es aber möglich, die Nutzung zu verlängern? Die Stadt hat in der Vergangenheit auf diese Frage geantwortet: „Ein Wiedererwerb oder die Verlängerung des Nutzungsrechtes an einem Reihengrab ist nicht möglich.“

Schriftlich melden

Und was passiert mit der Ausstattung der Gräber? „Die Nutzungsberechtigten der Grabstellen können gegenüber der Stadt Selm schriftlich ihre Eigentumsansprüche an den Grabmalen und Grabausstattungen bis zum 15. Dezember 2020 geltend machen“, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung.

Was geschieht, wenn keine Eigentumsansprüche geltend gemacht werden? Auch auf diese Frage ist die Antwort eindeutig: „Werden Ansprüche bis zu diesem Termin nicht erhoben, gilt dies als Verzicht. Die Grabmale und Grabausstattungen gehen dann entschädigungslos in das Eigentum der Stadt Selm über und werden entfernt und entsorgt.“

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