Land schießt mehr als 400.000 Euro in Selmer Ganztagsbetrieb

hzOffener Ganztag

Für die verschiedenen Angebote des Ganztagsbetriebs erhalten die Schulträger im Regierungsbezirk Arnsberg in diesen Tagen Förderbescheide der Bezirksregierung. Auch Selm profitiert davon.

Selm

, 16.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Im Schuljahr 2018/19 belaufen sich die Zuwendungen des Landes insgesamt auf rund 88,7 Millionen Euro. Gefördert werden Ganztagsangebote im Primarbereich und an den Schulen der Sekundarstufe I.

Im Bereich der Primarstufe mit den Ganztagsschulen Overbergschule, Ludgerischule und Grundschule auf den Äckern an den Standorten Bork und Cappenberg mit insgesamt 288 OGS-Plätzen erhält Selm insgesamt 422.868 Euro. Die Summe setzt sich aus 392.868 Euro an Zuwendungen für die Offene Ganztagsschule (OGS), 81.144 Euro für Plätze mit erweitertem Betreuungsbedarf (in Selm sind das 36) sowie 30.000 Euro als Betreuungspauschale.

Für die Sekundarstufe I erhält Selm 22.520 Euro.

? Wie wird das Geld in Selm eigentlich verteilt?

Die Antwort hat Stadtsprecher Malte Woesmann: „Innerhalb der Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Selm erhält der Verein Ganz Selm die Landeszuschüsse sowie darüber hinausgehend kommunale Anteile zum Betrieb der OGS für 285 Kinder im kommenden Schuljahr 2019 / 2020.“

? Melden die Schulen Bedarf an?

Woesmann auf Anfrage dazu: „Nicht die Schulen melden den Bedarf an, sondern die Schulverwaltung hat diese Mittel bei der Bezirksregierung zuvor beantragt.“

? Werden Lehrerstellen von den Zuwendungen bezahlt?
„Lehrerstellen werden hiervon nicht bezahlt, sondern unter anderem das Betreuungspersonal der OGS“, erklärt der Stadtsprecher.

? Sind die Zuwendungen gestiegen oder gesunken?

„Im Vergleich zu den Vorjahren sind die Zuwendungen wegen der angestiegenen Anzahl der OGS-Kinder gestiegen. Auch ist darin eine prozentuale Steigerung enthalten.“

? Reichen die Zuwendungen des Landes aus oder zahlt die Stadt für die Ganztagsangebote auch was?

„Der darüber hinausgehende, kommunale Anteil beträgt derzeit 1018 Euro pro Kind und Schuljahr.“

So sehen die Landeszahlen zu den Zuwendungen für den Ganztagsbetrieb laut Bezirksregierung aus: Im Bereich der Primarstufe kommt ein Großteil der Fördergelder in Höhe von rund 77 Millionen Euro der Weiterentwicklung des Angebotes an 556 offenen Ganztagsschulen (OGS) zugute – mit insgesamt über 51.000 Betreuungsplätzen.

Zusätzlich stellt das Land NRW den Schulen, wie in den Vorjahren, rund 238 Lehrerstellen für den offenen Ganztag zur Verfügung.

Für weitere Betreuungsangebote an Schulen der Primarstufe vor und nach dem Unterricht stehen den Schulträgern darüber hinaus gut 1 Millionen Euro aus den Förderprogrammen „Schule von acht bis eins“, „Dreizehn plus“ oder „Silentien“ zur Verfügung.

Für die Angebote in der Sekundarstufe I hat das Land über das Programm „Geld oder Stelle“ für Ganztagsschulen und Schulen mit Halbtagsbetrieb zusätzlich rund 10,7 Millionen Euro bereitgestellt. Damit wird an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht eine pädagogische Übermittagsbetreuung gewährleistet.

Ebenso wird ein ergänzendes außerunterrichtliches Ganztags- und Betreuungsangebot ermöglicht. Die Schulen können eigenständig entscheiden, ob sie Lehrerstellen oder Geldmittel beantragen.

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