So wurden die Plätze bei OGS und Übermittagsbetreuung verteilt

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Einen Überblick über die Plätze für die Übermittagsbetreuung und die Offene Ganztagsschule gab die Stadt am Montag. Auch über die Auswahlkriterien bei zu hoher Nachfrage gab es Auskunft.

Selm

, 19.06.2019, 11:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Haben alle Selmer Kinder, die einen Platz in der Offenen Ganztagsschule (OGS) oder der Übermittagsbetreuung (Ümi) erhalten wollten, auch einen Platz bekommen? Darüber gab Kämmerin Sylvia Engemann am Montag im Schulausschuss noch einmal Auskunft.

Die Kämmerin hatte im April bereits über den Stand der Platzverteilung berichtet, allerdings sei damals noch nicht berücksichtigt worden, ob Eltern zur Frist am 31. Mai ihre Kinder abgemeldet hätten.

Es bleibt allerdings dabei: Wie bereits berichtet, konnte die Stadt den meisten Eltern Angebote für die Betreuung ihrer Kinder machen. Zum Beispiel dadurch, dass nicht genutzte Übermittagsplätze in OGS-Plätze umgewandelt worden sind oder eine Hausaufgabenbetreuung an anderer Stelle erfolgte.

Plätze für jüngere Kinder

Abstriche machen müssen dagegen Kinder aus der Ludgerischule und der Grundschule auf den Äckern in Bork. Für die OGS an der Ludgerischule

gibt es eine Warteliste mit zwölf Kindern. „Diese Warteliste ist allerdings erst nach der Kernanmeldungszeit angewachsen“, so Engemann. Hier handele es sich zudem um Eltern, die keinen beruflichen Bedarf nachgewiesen hätten.

Für acht Familien konnte der Wunsch nach einem Ümi-Platz nicht erfüllt werden. Davon konnten zwei Familien keine Berufstätigkeit nachweisen. Die anderen sechs Kinder sind in der 4. Klasse. Man habe sich dafür entschieden, jüngere Kinder vorrangig zu behandeln, da dort der Betreuungsbedarf höher sei, erläutert Engemann. „Das kann man sicherlich anders sehen, betroffene Eltern werden es sicher anders sehen. Aber es ist nicht immer einfach, dort zu differenzieren.“

Positives Fazit

Neue Plätze für die OGS seien in diesem Jahr - im Gegensatz zum vergangenen - nicht geschaffen worden. Engemann betonte, dass die Stadt hier auch immer wieder an Grenzen stoße - sowohl was die räumlichen Gegebenheiten, vor allen Dingen aber das Personal betreffe. „Es wird immer schwieriger, Personal zu finden“, so Engemann.

Dennoch zieht die Kämmerin nach der Platzzuteilung in diesem Jahr ein positives Fazit: „Das kommende Schuljahr werden wir mit unseren derzeitigen personellen und räumlichen Begebenheiten gut bestreiten“, ist Engemann überzeugt. Gleichzeitig sieht sie angesichts der großen Nachfrage Bedarf, die Dinge weiterzuentwickeln.

„Bei der Schulentwicklungsplanung wollen wir das Thema OGS weiterdenken“, sagt Engemann am Dienstag in der Sitzung des Ausschusses für Jugendhilfe, Familie und Soziales. Eine erste Sitzung des Arbeitskreises habe bereits stattgefunden, bis Herbst sollen Ergebnisse erarbeitet sein.

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In einer früheren Fassung hatten wir geschrieben, dass Eltern an der Ludgerischule einen beruflichen Bedarf angemeldet haben und jetzt auf der Warteliste stehen. Das ist falsch. Richtig ist, dass sie keinen beruflichen Bedarf angemeldet. „Es ist jetzt also nicht so, dass Eltern, die beruflich tätig sind, keine Betreuungssituation für ihre Kinder finden können“, betont die Stadt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

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