Musik ist ein beliebtes Thema in den Klassen. Und es war Bestandteil des digitalen Adventssingens an der Overbergschule. © Stefan Vogel
Overbergschule

Overbergschüler in Selm kamen zum Adventssingen zusammen – anders als sonst

Die Vorweihnachtszeit ist in Schulen - vor allem in Grundschulen - immer eine ganz Besondere. Kinder singen und basteln. Gemeinsam. Diesmal nicht. Und doch hat Corona nicht alles unterbunden.

In den letzten Jahren, hat sich die Schulgemeinde der Overbergschule in Selm immer an den Montagen nach den Adventssonntagen in der Eingangshalle getroffen, Kinder, Eltern, Lehrer und haben gemeinsam gesungen, musiziert, es sich einfach gemütlich adventlich gemacht. Mit einem großen Adventskranz in der Eingangshalle und einem schönen Weihnachtsbaum. „Zumindest soweit ich an der Overbergschule zurückdenken kann“, erzählt Schulleiterin Christine Jücker. „Jetzt läuft es anders.“

Musik vor dem Weihnachtsbaum. Eine der Aktionen zum digitalen Adventssingen.
Musik vor dem Weihnachtsbaum. Eine der Aktionen zum digitalen Adventssingen. © Stefan Vogel © Stefan Vogel

Anders? Wie denn? Was die Schule organisiert hat, klingt auf Nachfrage nach einem guten Plan. Tim Seiler und Stefan Vogel, beide Lehrer an der Overbergschule, hatten die Kinder im Vorfeld einer Aktion informiert, die sich digitales Adventssingen nennt. „Es geht darum, dass unser schönes traditionelles Adventssingen nicht komplett ausfallen soll“, heißt es im Schreiben. Die Alternative sei nun digital. „Es wäre schön, wenn jede Klasse einen Beitrag leisten würde. Nicht jede Woche, sondern nur einmal.“

Musik, Lesung, Tanz

Wie das umzusetzen sein könnte, beschreiben Seiler und Vogel so: „Das kann in gemütlicher Atmosphäre das Vorlesen eines kurzen weihnachtlichen Textes sein, das Aufsagen eines Gedichtes von ein paar Kindern, ein musikalischer Gruß.“ Oder ein kleiner Tanz zu einem Weihnachtslied.

Der Tanz sah lustig aus und war ein gelungener Beitrag zum digitalen Adventssingen der Selmer Overbergschule.
Der Tanz sah lustig aus und war ein gelungener Beitrag zum digitalen Adventssingen der Selmer Overbergschule. © Stefan Vogel © Stefan Vogel

Und so machten sich die Kinder und Lehrer an die Arbeit, ließen sich Lesungen, Musikstücke und Tänze einfallen. Das Ganze wurde gefilmt. Und dann an den Montagen nach den Adventsonntagen gezeigt. Und am Montag, 14. Dezember, auch noch mal. Wie das geht? So: Die Klassen loggen sich wie in einer Videokonferenz ein. Und nehmen am digitalen Adventssingen per Beamer teil.

Die Klassen sind weihnachtlich geschmückt.
Die Klassen sind weihnachtlich geschmückt. © Stefan Vogel © Stefan Vogel

Live per Webcam präsentiert oder aufgezeichnet und nachträglich gezeigt: Die bisherigen Beiträge der Klassen kamen gut an. Tim Seiler hat deutlich gemacht, worauf es bei der Aktion ankommt: „Es geht hier darum, worum es eigentlich besonders in der Adventszeit gehen sollte: Um ein weihnachtliches, wohliges Gefühl, ein Zusammenkommen der Klassen, wenn auch nur virtuell, um etwas Schönes.“

Hier und da wurde auch vorgelesen.
Hier und da wurde auch vorgelesen. © Stefan Vogel © Stefan Vogel

Und auch die Schulleiterin ist begeistert: „Für uns ist es ein Anliegen, den Kindern auch in der Pandemie die schönen Dinge der Adventszeit, soweit es geht, zu erhalten. Trotz technischer Anfangsprobleme, scheint uns dieses gelungen zu sein“, sagt Christine Jücker.

Auch vor dem Schulgebäude gab es Beiträge der Kinder.
Auch vor dem Schulgebäude gab es Beiträge der Kinder. © Stefan Vogel © Stefan Vogel
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