Stadt Selm ändert Pläne für neuen Parkplatz, um Anwohner vor Abgasen zu schützen

Parkplatz Landsbergstraße

Die Planung für den Parkplatz am neuen Kreisverkehr Kreis-/Landsbergstraße erfährt einige Änderungen. Sie sollen nicht zum Nachteil der Anwohner sein.

Selm

, 15.07.2019, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt Selm ändert Pläne für neuen Parkplatz, um Anwohner vor Abgasen zu schützen

Die Stadt plant, dass Autos schräg vorwärts auf dem neuen Parkplatz einzuparken haben. Zum Schutz der direkten Anwohner vor Abgasen. © Arndt Brede

Als Bürgermeister Mario Löhr zum Ende der Ratssitzung am Donnerstag, 11. Juli, den Tagesordnungspunkt Mitteilungen der Verwaltung aufrief, war es an Dezernent Stefan Schwager, zum geplanten Parkplatz zu informieren. Was er sagte, dürfte die direkt vom Neubau betroffenen Anwohner der Teich- und der Landsbergstraße erfreuen. „Durch die Anordnung der Parkflächen ist sichergestellt, dass die angrenzenden Grundstücke im Bereich Teich- und der Landsbergstraße möglichst wenig durch Abgase belastet werden.“

Schräg vorwärts einparken

Der Parkplatz sei im Einbahnstraßenverkehr befahrbar und durch die entsprechende Ausrichtung der Parkplätze sei ein schräges Vorwärtseinfahren gefordert, wie es Schwager ausdrückte. Durch diese Planung, die zwischenzeitlich nochmal überarbeitet worden sei, sei sichergestellt, dass dort vorhandene Bäume „von wesentlicher Substanz“ möglichst erhalten werden.

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Elektroladeplätze für Fahrzeuge und Fahrräder

Vorgesehen seien auf dem neuen Parkplatz Elektroladeplätze für Fahrzeuge, eine Fahrradeinstellanlage, „in die möglichst auch Elektroladesäulen für Fahrräder integriert werden sollen“, so der Dezernent. Es werde auch Behindertenparkplätze geben, und zwar „im großzügigen Maße“, wie Stefan Schwager betonte. Von dort aus können auch die Einkaufsbereiche auf der Kreisstraße durch einen Weg vom Parkplatz aus zu Fuß erreicht werden.

Stadt: Keine zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen erforderlich

Die Stadt hat laut Schwager den zu überplanenden Bereich einer gutachterlichen Untersuchung bezüglich Lärm unterziehen lassen. Ergebnis: „Der Gutachter hat festgestellt, dass die durch diesen Parkplatz hinzukommenden Emissionswerte so gering sind, dass zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen über die entsprechenden Zaunanlagen der Anwohner hinaus nicht erforderlich sind.“

Schwager erklärte aber auch, dass eine eventuelle Entscheidung, ob der Bereich durch einen städtischen Zaun auch optisch umgestaltet wird, dem Rat vorbehalten sei.

Auf Nachfrage von Marion Küpper (Bündnis 90/Die Grünen), ob Maßnahmen geplant seien, um den Parkplatz zu beschatten, sagte Schwager, dass Konstruktionen wie Segel nicht zu installieren seien. Bürgermeister Mario Löhr stützte Schwagers Aussage: „Haushaltsmittel für eine Beschattungsanlage sind nicht vorgesehen.“ Allerdings gebe es verwaltungsintern die Absprache, „dass wir auf den einen oder anderen Parkplatz verzichten, damit weiterer Baumbestand gepflanzt werden kann“.

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Anwohnerinformationsveranstaltung

Der Bürgermeister erklärte in der Ratssitzung, dass alle Maßnahmen und Planänderungen den Anwohnern in einer Informationsveranstaltung nahe gebracht werden. In seiner jüngsten Klartext-Veranstaltung hatte Löhr erklärt, dass diese Versammlung am Donnerstag, 18. Juli, um 19 Uhr im Bürgerhaus laufen wird.

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