Meinung

Privat nach Staat: Grundstücksverkauf sollte in städtischer Hand sein

Junge Familien sowie Städte und Gemeinden stecken gleichermaßen in der Grundstücksfalle. Ein Ausweg erscheint unserem Autor fast einer Quadratur des Kreises. Aber er sieht Lösungsansätze.
Wer aktuell Grundstücke verkaufen kann, muss sich über Interessenten keine Gedanken machen. Angesichts hoher Nachfragen steigen die Preise rasant. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Exakt 564 noch zu bebauende Grundstücke listet aktuell ein großes Immobilienportal für das gesamte Bundesland Nordrhein-Westfalen auf. Eine Zahl, die angesichts von 1000 Interessenten allein in Olfen das große Dilemma deutlich macht, in der sich vor allem junge Familien befinden. Da hilft es wenig, dass natürlich längst nicht alle Interessenten am Ende wirklich ein Grundstück kaufen (wollen).

Die Zahlen werfen einen langen Schatten auf die gesellschaftliche Gesamtsituation. Angesichts hoher Mieten, einer galoppierenden Inflation und latenter Zukunftssorgen sehen aktuell viele Menschen in dem Bau eines Hauses die bestmögliche Geldanlage und die einzige Chance, die Kosten für das Wohnen selbst viele Jahre unter Kontrolle zu behalten.

Allerdings sind die Startchancen ganz unterschiedlich. Hier kommen die Städte und Gemeinden ins Spiel.

Wo immer sie im Besitz der Flächen sind, bleiben die Grundstückspreise moderat. Bei privaten Verkäufen hingegen gehen sie schnell durch die Decke, wie zuletzt im kleinen Olfener Baugebiet an der Lüdinghauser Straße zu beobachten war. Städte und Gemeinden könnten diese Schere ein Stück weit schließen, wenn sie dafür sorgen, dass nur die Flächen für die Bebauung erschlossen werden, die der Kommune gehören. Das ist bestimmt nicht immer ganz einfach und kostet viel Aufwand, wäre aber eine herausragende Familien-Förderung.

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