Remondis-Arbeitsplätze in Selm gesichert

SELM Freude herrschte gestern im Werner Rathaus. Die Stadt hatte den Vertrag mit dem Selmer Unternehmen Remondis über die Müllentsorgung bis ins Jahr 2015 verlängert. Freude dürfte darüber aber auch bei vielen Beschäftigten in Selm darüber herrschen.

von Von Malte Woesmann

, 08.01.2008, 17:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Remondis-Arbeitsplätze in Selm gesichert

Arbeitsplätze auf der Kippe? Die Sortieranlage in Selm stand in der Diskussion, geschlossen zu werden.

 Denn bei der Vertragsunterzeichnung ließ Vorstandssprecher Ludger Rethmann beiläufig anklingen, dass durch den neuen Vertrag mit der Stadt Werne Arbeitsplätze am Selmer Standort gesichert seien. Ohne den Vertrag wären die Jobs in akuter Gefahr gewesen. Betroffen wäre hiervon auf jeden Fall der Logistikstandort in Selm mit mehreren Mitarbeitern gewesen. Diese Arbeitsplätze scheinen aber nun gesichert zu sein, da der Vertrag eine Laufzeit bis zum Jahr 2015 hat. Die Niederlassung in Selm nur mit der dortigen Müllentsorgung zu halten, nachdem schon Bergkamen und Fröndenberg die Müllabfuhr in die eigene Hand genommen haben, wäre kaum denkbar gewesen.

Umstrukturierung in der Sortieranlage

Einige Umstrukturierungsmaßnahmen werden aber wohl losgelöst auf die Sortieranlage im Selmer Gewerbegebiet zukommen. Hier werden zurzeit die Gelben Säcke, die Remondis für das Duale System Deutschland einsammelt, sortiert. Dieser Bereich könnte nach Coesfeld ausgelagert werden. Ab Ende Februar soll dies umgestellt werden. Am Selmer Standort wird dafür wohl die Papiersortierung vorgenommen. Das anfallende Altpapier wird dort dann verpresst. Dies wurde bereits in Teilen dort durchgeführt. Zu einer offiziellen Stellungnahme über den Selmer Standort und die Sortieranlage waren die Verantwortlichen von Remondis bis Dienstagabend nicht bereit. 

Angebot unter der Schmerzgrenze

Der Vertrag der Firma Remondis mit der Stadt Werne ist bis zum 30. Juni 2015 abgeschlossen worden. Mit dem Angebot, so Ludger Rethmann, sei Remondis bis „unter die Schmerzgrenze“ gegangen. Das neue Angebot liegt bei vergleichbarer Leistung etwa 50 Prozent unter dem früheren Preis.

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