Rumänienhilfe Selm: Spendenbereitschaft der Selmer weiterhin groß

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Große Spendenbereitschaft haben die Selmer auch in diesem Jahr wieder gezeigt: Zwei Sprinter mit Kleidung für Hilfsbedürftige in Rumänien haben Claudia Meier und Frank Modler schon losgeschickt.

Selm

, 31.08.2020, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei große Sprinter haben Claudia Meier und Frank Modler vom Bestattungshaus „Himmel und Erde“ schon bis oben hin mit Altkleidern vollgepackt und zur Agape-Sammelstation für Rumänien verabschiedet: Die Umstrukturierung der Spendenaktion sei super angenommen worden, sagt Frank Modler im Gespräch mit der Redaktion.

Zum Hintergrund: Im März dieses Jahres haben Frank Modler und Claudia Meier die Rumänienhilfe wiederbelebt, nachdem die Unterstützer-Gruppe um Christiane Uckat-Erley, Pfarrerin im Ruhestand, die die Aktion sonst immer organisiert hatte, „nach langem Ringen“ im Dezember des vergangenen Jahres das Ende der Rumänienhilfe erklärt hatte. Dieser Schritt sei ihr und allen anderen im Team sehr schwer gefallen, erklärte sie damals. Die Spendenbereitschaft der Selmer hat nämlich nicht abgenommen - sondern ist eher noch größer geworden. 2019 erzielte die Aktion so eines der besten Sammelergebnisse in ihrer über 25-jährigen Geschichte.

Wenige Monate nach dem eigentlich schon erklärten Ende, sprangen die Bestatter aus Selm ein: Seitdem gibt es sie wieder, die Rumänienhilfe. Wenn sie jetzt auch etwas umstrukturiert ist.

Spenden das ganze Jahr über

Alle, die etwas spenden wollen, können das jetzt nicht nur in der einen Woche im Januar machen (so war es früher) - sondern das ganze Jahr über. „Wer spenden will, kann die Sachen einfach bei uns vorbeibringen. Wichtig ist es aber, vorher anzurufen“, sagt Frank Modler. Die Adresse: Sandforter Weg 37 (bei kleineren Mengen) oder Dieselweg 24 (bei größeren Mengen). Unter Tel. (02592) 1005 sollten Spender vorher Kontakt aufnehmen.

Zusätzlich dazu wird es auch noch einen zentralen Sammeltermin geben - wie gehabt Anfang des Jahres 2021 in den Räumen der evangelischen Kirche am Markt. Dann wird auch ein LKW vor Ort sein, der mit den gesammelten Altkleidern zur Agape-Sammelstation fährt.

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Eine Bitte haben Frank Modler und Claudia Meier in diesem Zusammenhang noch: War es vorher noch so gewesen, dass die Spenden am besten in Kartons abgeliefert werden sollten, ist es nun besser, wenn sie in Säcken gesammelt und angegeben werden. So lassen sich die Fahrzeuge, die die Sachen abtransportieren besser packen, erklärt das Frank Modler.

Nach schockierender Entdeckung gründete sich Agape e.V.

Den Verein Agape gibt es seit 1990: Da hatten ehrenamtliche Helfer einer Hilfsgüterlieferung in dem rumänischen Dorf Coltesti etwas entdeckt, das sie erschütterte. „42 verwahrloste geistig behinderte Kinder in einer abbruchreifen Ruine ohne Heizung vegetierten unter unmenschlichen Umständen vor sich hin“, heißt es auf der Homepage des Vereins.

Seitdem haben es sich die Ehrenamtlichen zur Aufgabe gemacht, Kindern mit Behinderung in dieser Region Rumäniens zu helfen. Kinderhäuser wurden mit Unterstützung von Agape schon gegründet, außerdem versorgt der Verein Kinder und Erwachsene in Not mit Nahrung - und Bekleidung. Und genau dafür sind auch die Spenden aus Selm eine Unterstützung.

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