Selmer Pfadfinder nahmen sich Zeit für besonderen Naturschutz

hz72-Stunden-Aktion

„Jeden Tag eine gute Tat“ ist eine alte Pfadfinder-Tugend. Die Selmer Pfadfinder haben gleich mehrere gute Taten auf Lager.

Selm

, 26.05.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rund 65 Teilnehmer nahmen an der 72-Stunden-Aktion teil, die der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert, um mit guten Taten die Welt konzentriert und koordiniert ein Stückchen besser zu machen. Am Donnerstag, 23. Mai, fiel auch für die Selmer Pfadfinder der Startschuss zu einem äußerst aktiven Wochenende in Kooperation mit dem Angelsportverein und dem Naturschutzbund Selm.

„Am Donnerstag gab es eine Auftaktveranstaltung im Jugendheim FindUs. Wir haben den Kindern erklärt, was wir überhaupt machen, warum Wildbienen so wichtig für unsere Umwelt sind und in welchem größeren Zusammenhang das Ganze steht. Am Freitag sind wir hier am Ternscher See angefangen“, erklärte Kevin Köster, Vorsitzender der Selmer Pfadfinder.

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So lief die 72-Stunden-Aktion in Selm

Die Selmer Pfadfinder haben einen besonderen Beitrag zum Naturschutz geleistet. Während der 72-Stunden-Aktion haben sie am Ternscher See gewerkelt, damit zum Beispiel Wildbienen ein schönes Zuhause bekommen.
26.05.2019
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Für die Nistkästen sägten und bohrten die Pfadfinder eifrig.© Beate Dorn
Wer arbeitet, muss sich auch stärken. Am Samstag gab in der Mittagspause Brötchen. Abends lieferte „Luber Jack´s Diner kostenlos Pulled Pork und es war gemeinsames Grillen mit dem Angelsportverein angesagt.© Beate Dorn
Für die Nistkästen sägten und bohrten die Pfadfinder eifrig.© Beate Dorn
Für die Nistkästen sägten und bohrten die Pfadfinder eifrig.© Beate Dorn
Auf die passende Länge zugeschnitten, wurde das trockene Schilf im Insektenhotel verarbeitet.© Beate Dorn
Wer arbeitet, muss sich auch stärken. Am Samstag gab in der Mittagspause Brötchen. Abends lieferte „Luber Jack´s Diner kostenlos Pulled Pork und es war gemeinsames Grillen mit dem Angelsportverein angesagt.© Beate Dorn
Am Wanderweg, der am Ternscher See vorbeiführt, sägten die Pfadfinder Totholz ab. Aus dem noch nicht vermorschten Holz entstand eine Sitzbank.© Beate Dorn
Zur Abwechslung durfte auch gespielt werden.© Beate Dorn
Für die 40 qm große Wildblumenwiese, trugen die Pfadfinder zunächst die Grasnarbe ab, setzten Pflanzsteine, füllten die Fläche mit nährstoffarmen Mutterboden auf und säten ein, was normalerweise an Feldrändern blüht, zum Beispiel Klatschmohn und verschiedene Distel- und Kleesorten.© Beate Dorn
Rund 65 Teilnehmer beteiligten sich an der 72-Stunden-Aktion.© Beate Dorn
Für die 40 qm große Wildblumenwiese, trugen die Pfadfinder zunächst die Grasnarbe ab, setzten Pflanzsteine, füllten die Fläche mit nährstoffarmen Mutterboden auf und säten ein, was normalerweise an Feldrändern blüht, zum Beispiel Klatschmohn und verschiedene Distel- und Kleesorten.© Beate Dorn
Für die Insektenhotels wurde zunächst der Grundkorpus gebaut. So entstand eine Kiste, die mit einem Lehmerdgemisch, Hohlstämmen, Brandstein und Schilfrohr gefüllt wurde. Das trockene Schilfrohr fanden die Pfadfinder am Ufer des Ternscher Sees und schnitten es entsprechend zu.© Beate Dorn
Für die Nistkästen sägten und bohrten die Pfadfinder eifrig.© Beate Dorn

Erdarbeiten für eine Wildblumenwiese

Auf dem Programm standen Erdarbeiten für eine Wildblumenwiese, der Bau von zwei großen Insektenhotels, das Absägen von Totholz und der Bau einer Sitzbank. Außerdem haben die Kinder angefangen eigene kleine Insektenhotels zu bauen. „Das werde ich an einem geeigneten Platz im Garten aufstellen“, sagte Frieda (11).

„Es ist wichtig, dass die Wildbienen einen Lebensraum haben und sich wohlfühlen.“ (Zoe, 10)

„Es ist wichtig, dass die Wildbienen einen Lebensraum haben und sich wohlfühlen. Wir wollen dazu einen Beitrag leisten, deshalb machen wir bei dieser Aktion mit“, ergänzte Zoe (10). „Ich habe Schilf geschnitten und Holzstücke gesägt. Ich helfe auch oft meinem Opa im Garten“, erzählte Julius (fast 10). „Wir machen das freiwillig und gerne. Es macht Spaß etwas mit Freunden zu unternehmen“, fügte Maxim hinzu.

Durch die Aktion wurde die Kasse der Pfadfinder nicht belastet. „Wir haben mehrere Sponsoren zum Beispiel die Sparkasse. Aber auch die Stadtwerke Selm und der Hellweg Baumarkt haben Materialien zur Verfügung gestellt. So konnten wir die Kosten abdecken“, verriet Köster.

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