„Ich vermute, da ist was schief gelaufen“: Selmer Skatepark ist schon wieder gesperrt

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Der Selmer Skatepark in der Nähe des Hallenbades ist seit einigen Tagen gesperrt. Der Grund dafür sind Risse. Es ist nicht das erste Mal, dass der Park gesperrt werden musste.

Selm

, 22.11.2019, 15:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bereits seit einigen Tagen ist der Selmer Skatepark in der Nähe des Hallenbades und dem Gebäude des Jugendzentrums Sunshine gesperrt. Das teilte die Stadt am Freitag mit. „Grund sind einige Risse und Löcher in den Bahnen, die das Fahren im Skatepark im Moment nicht mehr zulassen“, so Stadtsprecher Malte Woesmann.

„Die Stadtwerke kontrollieren regelmäßig am Skatepark“, sagt Woesmann. Dabei seien die Risse dann auch aufgefallen.

Risse auch schon im vergangenen Jahr

Der Skatepark ist nicht zum ersten Mal gesperrt. Vor fast einem Jahr, im Dezember 2018 musste der Park ebenfalls kurzzeitig gesperrt werden. Wegen Kanten und Rissen, hieß es auch damals. Da war der im Juni 2018 eröffnete Skatepark erst seit einigen Monaten geöffnet. Ob ein Zusammenhang zwischen den Rissen damals und jetzt besteht, kann Woesmann nicht sagen. „Das wäre reine Spekulation“, sagt er.

Thorsten Lohmann von der Skateboardschule Rollhouse in Lüdinghausen war beim Selmer Skatepark in die Planung involviert. Er kennt sich auch bestens mit den Skateparks der Region aus. Er sagt: „Ich vermute, da ist was schief gelaufen.“ Ein Betonpark sei eigentlich bis zu 20 Jahre wartungsfrei und werde gerade deswegen auch empfohlen. „Letztes Jahr dachten wir noch, der Frost hat für die Risse gesorgt“, dieses Jahr sei aber noch gar kein Frost da gewesen. Ein weiteres Indiz dafür, dass irgendwas nicht so funktioniert, wie gewünscht.

Die Baukasten-Bauweise

Thorsten Lohmann, der mit der baulichen Ausführung nichts zu tun hat, hat allerdings eine Vermutung: Es gebe zwei Bauweisen für Beton-Skateparks. Einmal - wie beim Olfener Park - die Bauweise, dass der Beton und die Rampen direkt vor Ort gegossen werden. Alles ist aus einem Guss. Oder - wie in Selm - die Baukasten-Bauweise, bei der die fertigen Rampen angeliefert und dann der Beton drumherum gegossen wird.

„Ich vermute, da ist was schief gelaufen“: Selmer Skatepark ist schon wieder gesperrt

Erst im kommenden Jahr wird die Anlage wohl wieder zu nutzen sein. © Karim Laouari

Er vermutet jedenfalls, dass beim Gießen des Betons etwas schief gegangen ist, der Beton nicht hart genug war. Wenn das der Fall sei, tun sich durch die stetige Belastung wie im Selmer Skatepark Risse und Kanten zwischen den Rampen und dem Boden auf.

Einmal groß drangehen

„Auf Dauer sollte man überlegen, da einmal groß dranzugehen“, sagt Lohmann. Er sagt aber auch: „Es ist auf jeden Fall in den Griff zu kriegen.“ In Dülmen zum Beispiel gestalte sich das wesentlich schwieriger. Dort sei der Untergrund nicht richtig verdichtet gewesen, sodass mitten in der Bahn Risse entstanden sind. Das ist in Selm nicht der Fall.

Bis der Skatepark wieder frei ist, müssen sich Skater aber wohl etwas gedulden. „Aufgrund der Witterung ist eine Sanierung zurzeit nicht möglich“, teilt Malte Woesmann mit. „Die entsprechenden Arbeiten sollen im kommenden Jahr so früh wie möglich durchgeführt werden.“

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