Sirenenalarm in Selm: Kleine Ursache in Bork löst wichtige Schritte aus

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Es war nur eine Sache von Minuten, bis die Feuerwehr am Sonntagmittag, 5. Juli, an der Seniorenanlage in Bork ankam. Und nur wenig später wieder abrückte. Unnötiger Einsatz? Nicht wirklich.

Bork

, 05.07.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um 13.12 Uhr gingen die Sirenen in Selm. Wenig später hörte man die Signalhörner der Feuerwehrfahrzeuge. Da konnte noch niemand ahnen, dass diese Fahrzeuge innerhalb nicht mal einer halben Stunde wieder zurück kehren würden. Wegen eines Fehlalarms. Doch genau diese Ungewissheit, was passiert sein könnte, und die damit verbundene Sorge, dass Menschen in Gefahr sein könnten, lässt die Feuerwehrleute in jedem Fall ausrücken.

Was war am Sonntag geschehen? Der Einsatzleiter - Stadtbrandinspektor Thomas Isermann - schilderte um 13.30 Uhr vor Ort gegenüber der Redaktion, wie sich den Einsatzkräften die Situation darstellte. Da waren die Einsatzfahrzeuge schon wieder abgerückt.

Rauchwarnmelder hatte ausgelöst

„Es war eine Fehlauslösung eines Rauchwarnmelders in einer Wohnung“, so Isermann. Es handele sich um eine Wohnung in der Seniorenwohnanlage in der Weiherstraße mitten im Borker Ortskern. Die Feuerwehr Selm ist mit zwei Zügen angerückt. Acht Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen, berichtet der Stadtbrandinspektor.

Bis in die Waltroper Straße standen die Einsatzfahrzeuge.

Bis in die Waltroper Straße standen die Einsatzfahrzeuge. © Arndt Brede

Einsätze wie der am Sonntag kommen laut Thomas Isermann nicht selten vor: „Da ist wahrscheinlich Essen etwas scharf angebraten worden. Dadurch entsteht etwas stärkere Rauchentwicklung oder Dunst. Das löst den Brandmelder aus.“ Letztendlich sei die Feuerwehr nicht tätig geworden.

„Besser wir kommen einmal umsonst, als dass wir nicht kommen“, so Isermann weiter. Vor Ort habe die Feuerwehr relativ schnell erkannt, dass für sie nichts zu tun sei: „Wir gehen natürlich in die Wohnung und schauen nach, was passiert ist.“ Auszurücken, dazu sei die Feuerwehr verpflichtet: „Wir wissen ja nicht, ob es eine reelle Alarmierung ist oder nicht.“ Denn es könne ja sein, dass es sich um einen Schwelbrand handele.

Nicht nur die Feuerwehr war vor Ort. Auch die Polizei schickte zwei Beamte. Denen konnte Thomas Isermann ebenfalls Entwarnung geben.

Im aktuellen Fall ist alles also nochmal gut gegangen. Was ist aber, wenn tatsächlich das angebrannte Essen auf dem Herd oder im Backofen zu derart starker Rauchentwicklung führt, dass es gefährlich werden könnte. Gibt es Verhaltensregeln? Der Redaktion gegenüber hat Stadtbrandinspektor Thomas Isermann folgende Tipps gegeben: Der Stadtbrandinspektor dazu: „Wenn man die Möglichkeit dazu hat, sollte man den Topf oder die Pfanne vom Herd ziehen, abdecken und den Herd ausschalten. Die Wohnung sollte gelüftet werden.“ Die Tür zur Küche sollte laut Isermann geschlossen werden. Und auch die Tür zum Treppenhaus sollte zu sein, damit das Treppenhaus nicht verraucht. Es sei auch besser, die Wohnung zu verlassen.

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