So ist der Stand der Dinge bei Selms "Aktiver Mitte"

Regionale 2016

Es kommt was in Bewegung. 2016 ist das Präsentationsjahr des Förderprogramms Regionale 2016. Selm geht mit einem der größten Projekte an den Start: mit der „Aktiven Mitte“. Wir geben einen Überblick über den Stand der Dinge bei den Projektbausteinen.

SELM

, 06.01.2016, 19:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Campus Selm

Der Campus Selm ist das Projekt, das 2016 bereits in Teilen Wirklichkeit wird. „Wir sind gerade dabei, den Neubau des Umkleidegebäudes vorzubereiten“, sagt Thomas Wirth. Gemeint sind die Umkleiden an der Sparkassenarena. Die alten werden abgerissen. Die Ausschreibung werde derzeit vorbereitet. Der Neubau von Tennisplätzen hinter der Tennishalle der TG Selm sind im vollen Gange. Die Plätze sollen zu Saisonbeginn 2016 dem Verein zur Verfügung stehen. Was den Umbau und die energetische Sanierung des Jugendzentrums Sunshine betrifft, warte die Stadt noch auf Förderzusagen. Es gebe zwei Varianten, an Fördergelder zu kommen. Davon seien das Fördervolumen und die Zeitschiene abhängig. Ziel sei, noch 2016 mit dem Umbau zu beginnen und die neue Skateranlage am geplanten Standort nördlich des Jugendzentrums zu realisieren.  

Intensiviert werde die Freiflächengestaltung des Campusplatzes, der sich von der Kreisstraße am Gymnasium vorbei über den Sandforter Weg Richtung Norden zum künftigen Auenpark erstrecken soll. Dafür sei eine europaweite Ausschreibung erforderlich, berichtet Wirth. Beginn der Umsetzung des Campusplatzes: voraussichtlich noch 2016. Parallel laufen die Planungen für das Haus der Wirtschaft. Direkt an der Kreisstraße im Bereich des Zugangs zum Gymnasium wird es Bestandteil einer neuen Bebauung mit Gebäuden für Dienstleistungen und verschiedene Wohnformen.   

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Der Bauverein zu Lünen ist als Investor mit Mietern auch von auswärts im Gespräch. „Wir haben zum Beispiel mit der Industrie- und Handelskammer oder der Wirtschaftsförderungsgesellschaft gesprochen. Diese könnten sich vorstellen, temporär Angebote im Haus der Wirtschaft zu machen“, so Bürgermeister Mario Löhr. Geplanter erster Spatenstich: noch in diesem Jahr.  

Burg Botzlar 

In den Jahren 2017 und 2018 nimmt die Stadt Selm die barrierefreie Umgestaltung der Burg Botzlar in den Blick. „Natürlich unter Berücksichtigung der denkmalschutzrechtlichen Belange“, sagt der Projektverantwortliche Thomas Wirth. „Wir sind derzeit dabei, die entsprechenden Vorarbeiten im Rahmen eines Architektenwettbewerbs voranzutreiben.“  

Wie berichtet, soll die Bürgerstiftung Selm die Burg zu einem Ort für die Bürger und Vereine entwickeln. Dafür ist eben auch der Umbau der Burg notwendig.   

Auenpark Selmer Bach

Noch fließt der Selmer Bach in keinem natürlichen Verlauf. Das soll sich ab 2018 ändern. Zumindest ab Sandforter Weg Richtung Norden. Geplant sei, ihn „aus seinem bisherigen Bett wieder hochzuholen“, sagt Thomas Wirth und ihm sein natürliches Bett wiederzugeben.  

Die Gewässerumgestaltung soll mit einer landschaftsplanerischen Gestaltung eines Auenparks kombiniert werden. Dadurch soll auch der Hochwasserschutz verbessert werden. „Wir werden darauf achten, dass das Thema Hochwasserschutz einen hohen Stellenwert einnimmt. Für die Arbeiten werde es ein umfangreiches Ausschreibungsverfahren geben und auch ein Gewässerverfahren zur Genehmigung der Umgestaltung des Bachs stehe noch bevor, sagt Thomas Wirth.  

Neue Stadt am Wasser

Der Auenpark steht  in direktem Zusammenhang mit dem neuen Wohngebiet „Neue Stadt am Wasser“ auf einer Agrarfläche zwischen Kreisstraße und Selmer Bach. Er solle eine „hohe Aufenthaltsqualität“ bieten – auch für die „Neue Stadt am Wasser“. Wirth: „Die Stadt am Wasser wird ihre Qualität auch aus der Qualität des Auenparks ziehen.“  

Die Stadt am Wasser soll voraussichtlich erst nach 2020 auf 15 Hektar Fläche entstehen. Als private Maßnahme. Sie soll Standards in Sachen Qualität und Nachhaltigkeit setzen.   

Weitere Projekte

„WasserWege – Stever“: Für das Gemeinschaftsprojekt der Städte Olfen und Selm sowie des Grafen vom Hagen-Plettenberg werde derzeit ein Masterplan für den Ternscher See bis zum Kanal erstellt. Er wird planerische Grundlage für die weitere Entwicklung. So soll die Radwegeverbindung vom Ternscher See Richtung Olfen 2016 verbessert und ausgebaut werden. Bewegtes Land – Mobilität in dien Fläche bringen“: Die Radwegeachse Haltern - Olfen - Selm - Nordkirchen ist ein Baustein. Der Prozess wird sich über mehrere Jahre ziehen. 

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