Spart an Weihnachtsgeschenken Ein Umdenken schont nicht nur den Geldbeutel

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Ob sich wohl die Geschenke unter den Weihnachtsbäumen in diesem Jahr weniger hoch türmen?
Ob sich wohl die Geschenke unter den Weihnachtsbäumen in diesem Jahr weniger hoch türmen? © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
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Wahrscheinlich muss man lange suchen, bis man Familien findet, die sagen, dass in diesem Jahr Geschenke für die Kinder zu Weihnachten nicht drin sind. Geschenke gehören einfach dazu – unvorstellbar, dass der Nachwuchs gar nichts zum Auspacken unter dem Baum findet.

Bevor sie darauf verzichten, werden Eltern lieber an anderer Stelle sparen. Werden zu Schnäppchenjägern und werden Mittel und Wege finden, die Kleinen trotz aller Knappheit zu beschenken. Ich zum Beispiel habe einen Rabatt-Aktionstag in der Buchhandlung Anfang November schon einmal genutzt, den Adventskalender meiner Kinder mit Kleinigkeiten zu bestücken – und habe trotzdem zu viel Geld ausgegeben.

Wie die Mobilitätswende

Ein bisschen erinnert das Geschenke-Problem an die kleine Mobilitätswende zu Beginn der Corona-Pandemie. Viele ließen das Auto stehen und fuhren Rad. Weil sie Zeit hatten, nicht pendeln mussten, weil man ohnehin nicht in den Urlaub konnte.

Ähnlich sollte es auch jetzt sein. Familien könnten die Inflation zum Anlass nehmen, dauerhaft umzudenken. Sie könnten versuchen vom Überkonsum, der zu Weihnachten besonders hohe Wellen schlägt, loszukommen. Könnten sich wie die Familie Happe Alternativen überlegen. Vielleicht Teureres und Langlebigeres schenken, und dafür insgesamt weniger. Sich zwei oder auch drei Mal überlegen, was den Kids Freude macht, was sie wirklich brauchen. Vielleicht mehr gebraucht kaufen – Bauklötze, Kinderküchen oder Elektroartikel. Um die Not quasi zur Tugend zu machen.

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