Sperrstunde wegen Corona: Das sagen Selms Gastwirte zu der Regelung

hzWegen Corona: Sperrstunde

Wegen der Überschreitung des Inzidenz-wertes hat der Kreis Unna eine Sperrstunde für gastronomische Betriebe verhängt. Was das für Selms Gastwirte heißt und wie sie darauf reagieren.

von Mona Wellershoff, Julian Beimdiecke

Selm

, 15.10.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Um ein Uhr morgens müssen alle gastronomischen Betriebe spätestens schließen. Das teilte der Kreis Unna in der neuen Allgemeinverfügung am Mittwoch (13. Oktober) mit. Die Sperrstunde von ein bis sechs Uhr morgens soll helfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen. Der Bund hatte sich in der Nacht zu Mittwoch sogar auf Sperrstunden ab 23 Uhr geeinigt. Wir hatten mit den Selmer Gastwirten gesprochen, als noch die Regelungen ein Uhr nachts im Raum stand.

Christian Reimann, Inhaber des Lumberjack‘s Diner in Selm, hat eigentlich bis Mitternacht - nicht aber bis ein Uhr geöffnet. „Zu der Zeit machen wir keinen Umsatz, da haben wir zu.“ Die Sorge der Selmer kriege er aber auch so deutlich mit: „Die Leute haben Schiss. Die meisten sitzen nur ganz kurz hier, essen und trinken schnell was und sind dann sofort wieder weg.“

Gastwirte haben Verständnis für die neuen Regeln

Die Reaktion des Kreises findet Reimann angemessen. „Die Zahlen steigen und da muss man was tun. Und besser so, als einen zweiten Lockdown zu riskieren, das wäre halsbrecherisch.“

Abit Hamidovic, Inhaber des Gasthauses Suer in der Ludgeristraße, geht es ähnlich: „Meine letzten Gäste gehen normalerweise schon um 21 Uhr. Die Vorgaben an sich sind für mich kein Problem - ich mache das so, wie es vorgeschrieben wird. Insgesamt ist die Situation aber schwer.“

Eine weitere Selmer Kneipe, das Haus Dörlemann, hatte bereits vergangene Woche wegen der steigenden Infektionszahlen freiwillig beschlossen, vorerst ganz zu schließen.


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