Spielplatz an der Stifterstraße ist renoviert und eröffnet - ohne Geld der Stadt

hzSpielplatz Stifterstraße

Der Spielplatz an der Stifterstraße in Bork ist nun offiziell eröffnet. Möglich wurde das wegen einer großzügigen Zahlung.

Bork

, 14.08.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein leeres Gerüst ohne Schaukeln. So war die Situation am Spielplatz an der Stifterstraße in Bork im Juni 2018. Die Schaukeln mussten aus Sicherheitsgründen weichen. Seit Frühjahr 2019 war der Spielplatz dann komplett abgesperrt. Im Sandkasten spielen, schaukeln, rutschen - alles nicht mehr möglich für die Kinder aus der Nachbarschaft.

Seit Ende der vergangenen Woche sind die Absperrungen nun verschwunden, wie Verena Ginter von den Selmer Stadtwerken erklärt. Die Kinder können den Spielplatz wieder benutzen. Und der hat einiges zu bieten, wie Ginter und Bürgermeister Mario Löhr bei der offiziellen Einweihung am Dienstag zeigen. „Endlich hat die unendliche Geschichte Stifterstraße ein Ende“, scherzt Löhr.

Spielplatz an der Stifterstraße ist renoviert und eröffnet - ohne Geld der Stadt

Die neuen Schaukeln gibt es jetzt in schöner Holzoptik. © Sabine Geschwinder

Vier neue Spielgeräte

Zwei Schaukeln, eine Doppelwippe, eine Rutsche und ein Spielhaus sind neu dazugekommen. Alles in schicker Holzoptik. Auch der Rasen zeigt sich zur Einweihung satt grün, ihn haben die Stadtwerke neu eingesät, sonst wäre es mit der Freigabe noch ein bisschen schneller gegangen, sagt Ginter.

Vom alten Spielplatz sind lediglich die Tischtennisplatte und der Sandkasten geblieben, dort wurde der Sand ausgetauscht. Insgesamt hat die Erneuerung des Spielplatzes 18.500 Euro gekostet, so Verena Ginter.

Einzahlung von 20.000 Euro

„Davon sind keine zusätzlichen Mittel aus dem kommunalen Haushalt geflossen“, versichert Mario Löhr. Der Spielplatz Stifterstraße hatte es auf die Sanierungsliste der Stadt nicht geschafft. Die sieht jährlich 60.000 Euro für die Erneuerung von Spielplätzen vor, allerdings war anderen Spielplätzen der Vorrang gegeben worden. Das hatte für Kritik gesorgt. Bürgermeister Löhr hatte deshalb unter anderem Post der Borkerinnen Mariella und Aceyla bekommen: „Wir finden es nicht gut, dass unsere Spielplätze abgeschlossen sind oder nicht mehr schön sind“, hatten die Mädchen geschrieben.

Löhr hatte damals angekündigt, einen Spender zu suchen, der das Geld für die Sanierung zur Verfügung stellt. „Wir haben eine Einzahlung von 20.000 Euro erhalten“, sagt Löhr nun. Wer genau das Geld zur Verfügung gestellt hat, sagt der Bürgermeister nicht. Er verrät nur so viel: „Wenn mal Geld fehlt, kann man auch Unternehmen ansprechen.“

Und: „Das Wichtigste ist ja nicht, wer das Geld gibt, sondern, dass hier wieder gespielt werden kann.“ Ohne das zur Verfügung gestellte Geld hätte es an der Stifterstraße noch gedauert, gibt Löhr zu bedenken. Auch deshalb, weil die Lieferzeiten für Spielgeräte derzeit bei 16 bis 20 Wochen lägen.

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