St.-Trinitatis-Kirche bekommt einen Anbau: Darum verzögern sich die Bauarbeiten in Bork

hzSt. Trinitatis-Kirche

65 Jahre gibt es die St.-Trinitatis-Kirche in Bork nun schon. Bald soll noch ein Anbau dazukommen. Doch die Arbeiten verzögerten sich ein wenig. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

Bork

, 19.10.2019, 16:34 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 4. Oktober 1954 weihte der damalige Pfarrer Walter Gerhard die St.-Trinitatis-Kirche in Bork ein. 65 Jahre später stehen nun große Veränderungen für die evangelische Gemeinde an. Doch die Arbeiten sind ein wenig ins Stocken geraten - aus mehreren Gründen.

Die Fläche vor der Kirche an der Waltroper Straße 25 ist bereits leer geräumt. Wo vor einiger Zeit noch Pflanzen den Boden säumten, ist nun nur noch nackte Erde. Dort soll ein Anbau entstehen, der das Gemeindezentrum - benannt nach Walter Gerhard - ersetzen soll.

300 Quadratmeter weniger als früher

Etwa 100 Quadratmeter groß werde der Anbau, sagt Pfarrerin Antje Wischmeyer, die seit fünf Jahren in Bork tätig ist. Das Gemeindehaus, welches bereits verkauft ist und in naher Zukunft Eigentumswohnungen weichen soll, hat derweil 400 Quadratmeter Platz.

Dass es jetzt und auch nach der Fertigstellung des Anbaus deutlich weniger nutzbare Fläche gibt, mache ihr aber keine Sorgen. Denn schon zuvor seien einige der Räume im Gemeindehaus gar nicht mehr genutzt worden.

„Schwierig, Handwerker zu finden“

Dem geplanten Bau stehen aktuell aber noch ein paar Versorgungsleitungen im Weg. Denn die der Kirche sind noch mit den Leitungen des Gemeindehauses verbunden. „Die Kirche muss von denen getrennt werden“, erklärt Wischmeyer.

Doch nicht nur die unterirdischen Leitungen verzögern die Arbeiten aktuell. „Es ist schwierig, Handwerker zu finden“, gesteht sie. Auch das verzögerte die Arbeiten. Auch das Design des Anbaus sorgte zwischenzeitlich für Probleme.

Im Spätsommer 2020 sollen die ersten Arbeiten beendet sein

Denn das neue Gebäude soll „den Blick auf die Kirche lenken“. Daher sei ein schräges Dach geplant - „und viel Glas“, sagt die Pfarrerin. Dank neuer Bestimmungen musste aber dann für dieses Glas plötzlich eine Wärmedämmung nachgewiesen werden.

So gab es immer wieder kleinere Probleme, die dazu führten, dass noch nicht gebaut werden konnte. Dennoch ist Antje Wischmeyer zuversichtlich, „dass der Anbau im Spätsommer 2020 fertig ist“.

Die Arbeiten auf dem Gelände der Evangelischen Gemeinde sind dann aber noch lange nicht beendet. Denn „dann wird die Kirche renoviert“, erzählt sie. Unter anderem werden die Wände neu gestrichen und die Kirchenbänke weichen Stühlen.

Gottesdienst und Feier zum 65. Geburtstag

„Um flexibler zu sein“, erklärt Presbyterin Andrea Preuß. In Zukunft soll nämlich nicht nur der Anbau als Gemeinderaum genutzt werden, sondern auch die Kirche selbst.

Am Sonntag, 20. Oktober, wird in der St.-Trinitatis-Kirche aber erst mal der 65. Geburtstag des Kirchengebäudes gefeiert. Ab 10.30 Uhr findet dort ein zentraler Gottesdienst statt, im Anschluss daran soll es einen Empfang mit Kaffee und Kuchen geben. Für Besucher aus Selm wird es am Gemeindehaus Selm ein Taxi für die Fahrt nach Bork geben.

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