Steigende Zahlen: Kreis Unna erlässt strengere Corona-Regeln

Coronavirus

Die Entscheidung ist jetzt da: Der Kreis Unna erlässt angesichts der stark gestiegenen Zahlen strengere Corona-Regeln. Betroffen sind vor allem Schulen, Kitas, private Feiern und Turniere in Hand- und Fußball.

Lünen, Selm, Werne

, 07.10.2020, 15:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eilmeldung: Sobald wir weitere Informationen haben, berichten wir an dieser Stelle weiter.

Eilmeldung: Sobald wir weitere Informationen haben, berichten wir an dieser Stelle weiter. © picture alliance/dpa

Jetzt steht es fest: Der Kreis Unna erlässt eine Allgemeinverfügung mit strengeren Coronaregeln.

„Der Kreis Unna hat nach eigenen Berechnungen die 7-Tages-Inzidenzzahl von 35 Fällen auf 100.000 Einwohner überschritten. Nach Coronaschutzverordnung NRW müssen weitere konkrete Schutzmaßnahmen getroffen werden – und genau das tut der Kreis. Er erlässt eine Allgemeinverfügung. Sie tritt ab heute Nacht 0 Uhr in Kraft und gilt bis aus Weiteres bis einschließlich 25. Oktober“, schreibt Kreis-Sprecher Max Rolke auf der Homepage des Kreises.

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Folgende Regeln gelten ganz konkret:

  • Private Feiern im öffentlichen Raum mit mehr als 50 Teilnehmern sind nicht mehr gestattet.
  • Turnierverbot für Kontaktsportarten (zum Beispiel Fußball). Der laufende Liga- beziehungsweise Spielbetrieb ist davon nicht betroffen. Ziel sei es, die Anzahl der Kontakte von Sportle zu minimieren.
  • Außerdem gibt es die dringende Empfehlung, in Schulen eine Maske zu tragen, Unterricht nur im Klassenverband zu erteilen und auf Arbeitsgemeinschaften und andere Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts zu verzichten.
  • In Kindertageseinrichtungen wird dringend empfohlen, die Kinder ausschließlich in festen Bezugsgruppen über die gesamte Zeit zu betreuen. Das schließt auch die Zeiten des freien Spiels im Außenbereich und während der Mittagsverpflegung ein.
  • Die dringenden Empfehlungen für Schulen und Kitas gelten auch für Betreuungsangebote in den Herbstferien.


Es hatte beim Kreis Unna auch einen Fehler bei der Datenübermittlung an das Robert-Koch-Institut gegeben. Dadurch hatte eine Diskrepanz bei den Zahlen gegeben. „Die Probleme sind behoben, die Nacherfassung der Daten läuft“, erklärte Max Rolke jetzt aber.

„Halten Sie Abstand, tragen Sie die Maske. Ich appelliere an Sie, den Kampf gegen das Virus als einen gemeinsamen Kampf von uns allen zu verstehen, den wir nur mit vereinten Kräften gewinnen werden“, appelliert Landrat Michael Makiolla an die Bürger und Bürgerinnen des Kreises.

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