Ein großes Gerüst umgibt die Stiftskirche in Cappenberg. © Sylvia vom Hofe
Stiftskirche

Stiftskirche in Cappenberg: Restauratoren arbeiten endlich

Zwar mit erheblicher Verspätung, aber trotzdem: Die Arbeiten zur Sanierung der Stiftskirche Cappenberg haben begonnen - ein Wettlauf gegen die Zeit. Denn das Fertigstellungsdatum steht fest.

Die Stiftskirche Cappenberg scheint verschwunden. Statt auf die Jahrhunderte alte Sandsteinfassade fällt der Blick auf Bretter und Eisenstangen. Das mächtige Gerüst ist sogar noch höher als die Kirche und von Weitem sichtbar. Etwas anderes ist dagegen nicht so leicht zu sehen: der Fortschritt der Sanierungsarbeiten.

„Es stimmt“, sagt Ulrich Söbbeler. Der Sprecher der Bezirksregierung Arnsberg, räumt ein, dass die Sanierung der berühmten Kirche, die sich im Eigentum des Landes NRW befindet, nicht so schnell vorankommen sei, wie ursprünglich geplant. Erst sollte es Anfang 2020 losgehen, dann Ende Januar, schließlich im April: „Jetzt“, sagt Söbbeler, „ist es aber so weit: Die Arbeiten laufen.“ Bevor die Restauratoren das wuchtige Gerüst hochklettern durften, um ihre Arbeit aufzunehmen, musste die Konstruktion erst abgenommen werden.

Die Bänke und die Innenausstattung – soweit tragbar – befinden sich in Restauratorenwerkstätten. © Sylvia vom Hofe © Sylvia vom Hofe

Anders als bei anderen Bauarbeiten sei bei der Sanierung des rund 900 Jahre alten Gotteshauses der Baufortschritt nicht so leicht erkennbar, warnt Söbbeler, „obwohl er da ist“. Fugen erneuern, Abplatzungen untersuchen, Risse schließen: Das alles passiere jetzt.

Die vom Land NRW beauftragten Fachleute sind zuversichtlich: Bis 2022 lasse sich die Sanierung beenden. Dann feiert Cappenberg gleich mehrfach: 900 Jahre Schenkung des Grafen von Cappenberg, 900 Jahre Stiftskirche, 900 Jahre Barbarossa.

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Leiterin des Medienhauses Lünen
Leiterin des Medienhauses Lünen Wer die Welt begreifen will, muss vor der Haustür anfangen. Darum liebe ich Lokaljournalismus. Ich freue mich jeden Tag über neue Geschichten, neue Begegnungen, neue Debatten – und neue Aha-Effekte für Sie und für mich. Und ich freue mich über Themenvorschläge für Lünen, Selm, Olfen und Nordkirchen.
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