Storchen-Horst am Ternscher See: Familienplanung in luftiger Höhe

Storchen-Horst

Der Storchen-Horst in Sichtweite des Ternscher Sees ist wieder bewohnt. Täglich vollzieht sich vor den Augen der begeisterten Spaziergänger das Leben dieser schönen Vögel.

Selm

, 17.04.2020, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einträchtig lebt dieses Storchenpaar auf dem Storchen-Horst am Ternscher See.

Einträchtig lebt dieses Storchenpaar auf dem Storchen-Horst am Ternscher See. © Arndt Brede

Zwischen Ternscher See und Kanal steht ein Storchen-Horst. Der Heimatverein Selm, so berichtet es Anwohner Klaus Schmidtmann, hatte ihn am Ternscher See errichtet. „In den vergangenen Jahren haben einzelne Störche das Nest immer mal wieder besucht“, erzählt er. „Die vorbereitete Heimstatt wurde aber nie bezogen.“

Majestätisch gleitet der Storch zum Horst hinauf.

Majestätisch gleitet der Storch zum Horst hinauf. © Arndt Brede

Das änderte sich am Ostersonntag, wie Schmidtmann, der häufig mit seinem Hund die Runde macht und sein Augenmerk stets auf den Storchen-Horst richtet, der Redaktion mitteilt. „Es fand sich ein offensichtlich junges Storchenpaar ein, das erkennbar Gefallen an der ,Wohnung‘ fand.“ Sie seien immer wieder einzeln oder zu zweit auf dem Nest anzutreffen. Schmidtmann: „Das Eintreffen des Zweiten wird häufig mit Schnabel-Klappern gefeiert.“

Die Ankunft des Storchs wird mit Klappern begleitet.

Die Ankunft des Storchs wird mit Klappern begleitet. © Arndt Brede

In luftiger Höhe vollzieht sich dann auch die Familienplanung. Das Storchenpaar ist übrigens auf besondere Weise geschützt vor Menschen. Anlieger haben den Zugang zu dem Horst durch Schließen des Gatters versperrt. Ferner brachten sie Schilder mit der Aufschrift „Kein Zugang“ „ Storchennest, bitte nicht stören“ an.

In den vergangenen Jahren seien die Störche, so erzählt Klaus Schmidtmann, immer wieder durch menschlichen Tourismus infolge Missachtung der Zugangsbeschränkung verscheucht wurden.

Anlieger weisen Spaziergänger durch Schilder darauf hin, die Störche nicht zu stören.

Anlieger weisen Spaziergänger durch Schilder darauf hin, die Störche nicht zu stören. © Arndt Brede

Das ist nun wohl anders: „Interessierte können das Storchenpaar ohnehin vom Weg aus gut beobachten.“ Schmidtmann lobt die Spaziergänger für ihren Respekt vor den Störchen: „Das Beispiel zeigt, dass bei guter Begründung Einschränkungen freiwillig akzeptiert und befolgt werden.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt