Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

hzBrauereiknapp

Seit 15. Oktober 2019 ist die Durchfahrt zwischen Cappenberg und Lünen wegen der Sanierung der Straßen Am Brauereiknapp und Cappenberger Straße offiziell gesperrt. Ein Ende ist in Sicht.

Cappenberg, Lünen

, 24.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Die Durchfahrt von Cappenberg nach Lünen ist offiziell immer noch gesperrt und verboten. In der Realität sieht das aber so aus: Von einer tatsächlichen Sperrung kann in Cappenberg keine Rede sein. Die Absperrungen in Cappenberg stellen kein wirkliches Hindernis dar. Und auch der Fahrbahndeckenzustand ist faktisch auch kein Hinderungsgrund mehr, über den Brauereiknappp und die Cappenberger Straße nach Lünen zu fahren.

Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

Zwischen der Einmündung Am Struckmannsberg und Kommunalfriedhof Altlünen auf Lüner Gebiet ist die Fahrbahndecke noch in einem provisorischen Zustand. © Arndt Brede

Okay, ab der Einmündung Am Struckmannsberg auf Lüner Gebiet ist der Fahrbahnzustand ein provisorischer.

Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

Von Cappenberg aus geht es nur zum Friedhof oder, wenn man Richtung Lüner Innenstadt will, in die Straße Am Vogelsberg. © Arndt Brede

Und am Kommunalfriedhof Altlünen werden die Verkehrsteilnehmer inklusive Busse nach links in die Straße Am Vogelsberg geleitet, um von dort aus über Umwege zur Lüner Innenstadt zu gelangen. Aber bis zum Friedhof kommen die motorisierten Verkehrsteilnehmer problemlos.

Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

Am Brauereiknappp fehlen noch die Markierungen. © Arndt Brede

Allerdings fehlen auf dem gesamten Stück der frisch asphaltierten Landesstraße L 810 (Am Brauereiknapp und Cappenberger Straße) die Markierungen sowohl an den Seitenrändern und auf der Fahrbahnmitte.

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Wie bewertet der Auftraggeber der Bauarbeiten - der Landesbetrieb Straßenbau NRW (Straßen.NRW) - die Lage? Ist es im Sinne von Straßen.NRW, dass Autofahrer auf der neu asphaltierten Fahrbahn fahren statt die ausgeschilderte Umleitung über die Bundesstraße 236 zu nehmen?

Straßen.NRW: Ausgeschilderte Umleitung befahren

Im Sinne des Auftraggebers ist das sicher nicht. Christian Kahlau, Projektleiter Abteilung Straßenbau bei der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Münsterland, sagt auf Anfrage: „Die Straße ist offiziell für den Busverkehr und Anlieger offen.“ Dass auch Autofahrer, die nicht Anlieger sind, die Strecke befahren und auch übers Dreischfeld Richtung Lünen-Wethmar fahren, weiß Kahlau. Sein offizielles Statement: „Nicht-Anlieger sollen die ausgeschilderte Umleitung über die B236 nach Lünen fahren.“

Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

Die Durchfahrt von der Freiherr-vom-Stein-Straße über den Brauereiknapp nach Lünen ist offiziell noch verboten. © Arndt Brede

Tatsächlich tun das auch viele. Die Redaktion hat beobachtet, dass nicht wenige Autofahrer von Cappenberg aus die Borker Straße bis zur B236 nehmen, um dann nach links nach Lünen abzubiegen.

Stellt sich die Frage, wann denn eine Umleitung nicht mehr nötig ist. Wann also der Durchgangsverkehr zwischen Cappenberg und Lünen wieder ungehindert fließen kann. Christian Kahlau: „Wenn das Wetter mitspielt und alle Arbeiten abgeschlossen sind, dann ist das Mitte bis Ende Februar möglich. Wir sind also im Endspurt.“

Knackpunkt: Vollsperrung der Kreuzung nötig

Allerdings gebe es noch einen Knackpunkt: „Wir müssen in Lünen die Kreuzung Cappenberger Straße/Am Vogelsberg/Friedhof in der ersten Februar-Woche, also zwischen dem 3. und 7. Februar, für vier bis fünf Tage komplett sperren.“ Dann sei auch die Einfahrt in die Straße Am Vogelsberg und die Zufahrt zum Friedhof nicht möglich.

Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

Vom Kommunalfriedhof Altlünen aus dürfen Autofahrer offiziell nur geradeaus in die Straße Am Vogelsberg fahren. Das Abbiegen nach links Richtung Cappenberg ist offiziell verboten. © Arndt Brede

Im Wesentlichen gebe es zwei Gründe für die Sperrung: „Die Kreuzung ist wegen der Gefällstrecke kompliziert. Wir müssen die nötigen Bauarbeiten, um nicht stückeln zu müssen und dadurch an Qualität zu verlieren, in einem Zug erledigen.“ Das gehe eben nur unter Vollsperrung. Der zweite Grund: „Sie dient auch dem Schutz und der Sicherheit der Bauarbeiter.“

Für die Anwohner des Struckmannsbergs auf Lüner Gebiet bedeute die Vollsperrung, dass sie für die Zeit der Sperrung aus ihrer Straße nur nach links abbiegen können.

Lösungssuche für Busverkehr und Friedhofsbesucher

Dass die Vollsperrung sich auf den Busverkehr und den Besuch des Friedhofs auswirken wird, weiß Kahlau. „Wir sind im Gespräch mit der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna und der Friedhofsverwaltung, um zu schauen, wie wir das für alle Beteiligten am besten hinbekommen.“ Die Lösungen würden dann auch kommuniziert.

Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

Auf der Cappenberger Straße ist die Asphaltdecke schon aufgezogen. © Arndt Brede

Eigentlich sollten die Bauarbeiten bereits 2019 abgeschlossen sein. Jedoch hat Kahlau im Dezember gegenüber der Redaktion erklärt, warum das nicht gelingen konnte: „Aufgrund des nicht tragfähigen Untergrundes musste zusätzlich Bodenaustausch vorgenommen werden. Die Baugrube wurde dafür etwa 30 Zentimeter tiefer ausgekoffert als geplant. Die Vielzahl an Strom-, Kommunikations- und Wasserleitungen verzögerten teilweise die Arbeiten.“

Straßenbauarbeiten zwischen Cappenberg und Lünen wohl spätestens Ende Februar fertig

Am Brauereiknapp sind die tiefen Furchen an den Seiten, die vor allem Radfahrern Probleme bereitet haben, verschwunden. © Arndt Brede

Die aktuellen Arbeiten sind Bestandteil der Sanierung von zwei Abschnitten der L 810 zwischen der Kreuzung Cappenberger Damm/Werner Straße und Lünen.

Keine Baustellenampel in Cappenberg

Voraussichtlich Mitte Februar packen die Bauarbeiter eine kleine Baumaßnahme in der Freiherr-vom-Stein-Straße an. Dann gehe es darum, den Gehweg und die Regenrinne anzuheben. War ursprünglich vorgesehen, diese Arbeiten auf einem rund 30 Meter langen Teilstück unter Sperrung durchzuführen und mit einer Baustellenampel den Verkehr zu regeln, ist Straßen.NRW von dieser Vorgehensweise abgerückt, sagt Christian Kahlau. „Wir müssen den Asphalt dort nur in einer Breite von einem Meter abfräsen. Dazu brauchen wir keine Baustellenampelregelung für den Verkehr.“

Die Arbeiten dauern voraussichtlich eine Woche. Dafür wird die Freiherrr-vom-Stein-Straße Richtung Schloss ab der Einmündung Am Brauereiknapp gesperrt. Ohne diese Sperrung müsste es wegen des Verkehrsflusses aus dann drei Richtungen (Brauereiknapp, Buschkamp, Freiherr-vom-Stein-Straße) eine Baustellenampel geben. Eine Zufahrt Richtung Schloss über den Buschkamp sei aber vorgesehen. „Dazu wird die Einbahnstraßenregelung am Buschkamp aufgehoben“, sagt der Projektleiter.

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