Supermärkte zwischen den Feiertagen: Schlangestehen vor Laden-Öffnung

hzOster-Einkäufe

Vor Feiertagen kann es voll werden in Discountern und Supermärkten. Gerade in Corona-Zeiten eine heikle Sache. Vor einem Laden standen Menschen bereits vor der Öffnung sogar Schlange.

Selm, Bork

, 11.04.2020, 21:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Karsamstag ist kein offizieller Feiertag. Supermärkte haben nach der Schließung an Karfreitag wieder geöffnet. Für viele Menschen also der perfekte Tag, um vor den beiden bevorstehenden Oster-Feiertagen noch einmal kurz einkaufen zu gehen.

Doch das Einkaufen wird wegen der Corona-Krise seit einigen Wochen sehr scharf reglementiert: Nur eine bestimmte Anzahl an Kunden darf die Läden betreten- je nach Größe der Läden. Dazu ist ein Mindestabstand zu anderen Kunden von 1,5 Metern einzuhalten. In den meisten Supermärkten herrscht sogar eine Einkaufswagen-Pflicht für jeden Kunden.

Jeden Wagen desinfizieren

Ist es in Selm also vorgekommen, dass Menschen Schlange stehen mussten, um den Supermarkt überhaupt betreten zu können? Um 15 Uhr ist es am Samstag (11.4.) nicht allzu voll auf dem Lidl-Parkplatz an der Ludgeristraße. „Voll war es nur ganz kurz einmal vor dem Eingang“, sagt die stellvertretende Filialleiterin Sarah Hestermann, „weil wir jeden Wagen desinfizieren“.

Dass es an Karsamstag voller ist als an gewöhnlichen Wochenenden, sei völlig klar. „Wir machen aber sogar mehr Umsatz als geplant“, so Hestermann. Ein Chaos ist jedoch im Laden nicht ausgebrochen. „Die Menschen halten sich an die Regeln. Sie benutzen alle einen Einkaufswagen“, so Hestermann. Viele zeigen für die neuen Regeln Verständnis, aber bei Weitem nicht alle. „Dass Leute Widerstand leisten, kommt leider immer wieder vor“, so Hestermann.

Bei Rede Gawdi herrscht nur eine Korbpflicht

Der Rewe-Markt nebenan ist auch nicht gerade voll. Die Pflicht, einen Einkaufswagen zu nehmen, gibt es hier nicht. „Wir achten aber darauf, dass sich jeder Kunde einen Korb nimmt“, so die stellvertretende Filialleiterin Denise Pauly. Sie sagt, dass es für einen Samstag nicht übertrieben voll sei. „Die Kunden haben sich heute sehr gut verteilt. Schlange stehen musste vor der Tür niemand.“

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Bevor der Laden am Samstag überhaupt geöffnet hatte, standen die Menschen hingegen schon Schlange vor der Edeka-Filiale Geldmann an der Botzlarstraße. Das sagt zumindest der stellvertretende Filialleiter Michael Zeh: „Morgens um 7 Uhr standen viele Kunden schon vor der Tür.“

Gründonnerstag war bei Edeka Geldmann „die Hölle los“

Hier gibt es eine Einkaufswagen-Pflicht. Die Kunden halten sich daran, haben aber auch so genügend Platz. Um 15.15 Uhr ist nur wenig los in der Edeka-Filiale. „Am Gründonnerstag war das anders. Da war hier wirklich die Hölle los“, so Zeh.

Um 15.25 Uhr ist auch in der Netto-Filiale an der Kreisstraße nicht allzu viel los. „Den Ansturm hatten wir heute morgen“, so der stellvertretende Filialleiter Leon Pönske. Und weiter: „Ich glaube, nachher wird es auch nochmal richtig voll.“ Nur 30 Menschen dürfen sich gleichzeitig in dem Laden aufhalten. „Das haben wir heute morgen schon fast erreicht. Da waren wir nur knapp darunter“, so Pönske. Draußen warten, bis ein Kunde fertig ist, musste bis dato aber niemand.

Lidl-Filiale in Bork setzte Einkaufswagen-Pflicht penibel um

Um 15.35 Uhr ist auch der Parkplatz der zweiten Selmer Lidl-Filiale in Bork nicht allzu voll. Auch hier gibt es eine Einkaufswagen-Pflicht. Die ist sogar so streng, dass selbst eine Mutter, die mit ihrer Tochter einkaufen geht, zwei Wagen nehmen muss. Die Anweisung „Jeder Kunde einen Wagen“ wird hier ernst genommen. Schlangestehen müssen den Menschen vor der Lidl- und der daneben liegenden Rossmann-Filiale zumindest nicht. Eine Stellungnahme ist von den Filialleitern der beiden Geschäfte am Samstag nicht zu bekommen.

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