Unbekannte haben die Funne am Freibad mit einer besonderen Methode verstopft

Umweltfrevel

Stroh in der Funne! Das hört sich erst einmal nicht so schlimm an. Was da Unbekannte allerdings in den Nebenfluss der Stever geworfen haben, lässt die Verantwortlichen den Kopf schütteln.

Selm

, 04.09.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unbekannte haben die Funne am Freibad mit einer besonderen Methode verstopft

Nur auf den ersten Blick idyllisch: Der Strohballen liegt mitten im Wasserlauf. © Sylvia vom Hofe

Auf der linken Seite ein Maisfeld, auf der rechten Seite der Maschendrahtzaun zum Selmer Freibadgelände: dazwischen fließt die Funne - beziehungsweise: würde die Funne fließen, wenn sie es denn könnte. Das ist in diesem Bereich aber gerade kaum möglich. Schuld sind Unbekannte.

Er hat schon Fernseher in der Funne gesehen und immer wieder Einkaufswagen: „So etwas hatte ich in zwölf Jahren aber noch nicht“, sagt Werner Greve, der als Techniker für den Wasser- und Bodenverband Funne arbeitet.

Unbekannte müssen einen runden Strohballen - die haben immerhin ein Gewicht von mehr als 100 Kilogramm - an das Ufer gerollt und von dort in die flache Funne hinabgestürzt haben. Dass der Strohballen etwa bei der Erntearbeit zufällig dort hinabgerutscht sei, hält Greve für unwahrscheinlich. Immerhin grenzt ein Maisacker an und kein Stoppelfeld.

Auch wenn die Trockenheit und das damit verbundene Niedrigwasser viele Nachteile hat für Landwirtschaft, Gartenbau und die Natur. Dieses Mal gebe es auch einen Vorteil, meint Greve.

Die Gefahr, dass sich die Funne vor dem zu einem unförmigen Haufen zerfallenen Rundballen aufstaue, sei nicht groß. Und Abhilfe ist bereits organisiert. Werner Greve hat ein Lohnunternehmen beauftragt, das Stroh aus dem Wasserlauf zu entfernen - vermutlich am Donnerstag, 5. September.

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