User-Meinung zu Trinkwasser-Diskussion an Schulen: „Wasser ist ein Grundbedarf“

Ohlrich
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„Die finanzielle Lage in den Kommunen ist tatsächlich sehr angespannt und es muss gut überlegt werden, welche Ausgaben und Investitionen auf der Prioritätenliste oben stehen.

Da wir aber in einem Land leben, in dem wir (noch) über genügend Trinkwasser verfügen, dürfte es doch der geringere Aufwand sein, Kindern in den Schulen dieses kostenfrei zur Verfügung zu stellen.

Wie in dem Artikel bereits erwähnt wird, ist es lebenswichtig, genügend Flüssigkeit am Tag zu sich zu nehmen, damit die Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus nicht geschwächt wird. Natürlich ist noch kein Schüler in Deutschland verdurstet, aber Konzentrationsmängel bis hin zu Kreislaufzusammenbrüchen kommen in Deutschlands Schulen – besonders aufgrund der Hitzesommer der letzten Jahre – schon vor.

Zuckerhaltige Getränke sind keine gute Alternative, da unsere Kinder ja bekanntlich auch immer mehr unter Übergewicht leiden. Leider sind die bekannten kleinen Saftpäckchen oder Plastikflaschen schnell in die Schultasche gepackt.

Kleine Wasserfontänen zum Trinken

Visionär baute von daher schon der bekannte Architekt Hans Sharoun im Jahr 1958 das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lünen. Neben einem einzigartigen Baustil, der absah von monumentalen, starren und autoritär wirkenden Schulgebäuden, sondern durch eine „demokratische und menschenwürdige Architekturauffassung“ (Homepage der Schule) ein natürliches Miteinander möglich machte, sorgten unter anderem Inseln mit großen Grünpflanzen im Boden in der Pausenhalle für ein angenehmes Klima. Diese Inseln waren umringt von mehreren Trinkwassersäulen, die auf Druckanforderung kleine Wasserfontänen zum Trinken erzeugten.

Eine preisgünstige und jederzeit zugängliche Quelle, die ich persönlich in den Jahren als Schülerin in dieser Schule als sehr vorteilhaft empfunden habe.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Wasser ist ein Grundbedarf eines jeden Menschen und kein Luxus. Unter Luxus und „einem weiteren Schritt zur Vollkasko-Mentalität“ verstehe ich, dass bei sämtlichen Sitzungen der politischen Gremien Kaffee, Cola, Fanta und natürlich Wasser auf den Tischen bereitstehen.

Wie wäre es, wenn sich jeder ein Trinkpäckchen mitbrächte?“

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