Verkaufsoffene Sonntage sind möglich – Wie sieht es in Selm aus?

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Chance für Kaufleute bietet die neue Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen: Verkaufsoffene Sonntage sind erlaubt. Wir haben nachgefragt, was in Selm geplant ist.

Selm, Bork

, 04.10.2020, 13:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Kehrtwende in Sachen Infektionsschutz: Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Corona-Schutzverordnung (CoSchuVo) aktualisiert. Das Ergebnis: Händler dürfen ihre Geschäfte an fünf Sonntagen zusätzlich zu den Werktagen öffnen. Der erste mögliche Sonntag ist der erste Advent, also der 29. November. Geöffnet werden darf von 13 bis 18 Uhr.

Zwei wichtige Gründe gibt es für diese Neuregelung. Zum einen soll der Kundenandrang in den Geschäften vermindert werden. Gerade in der Weihnachtszeit wäre sonst die Einhaltung des Infektionsschutzes problematisch. Zusätzliche Öffnungstage können den jährlichen Ansturm auf die Geschäfte entzerren. Zum anderen sollen die Händler unterstützt werden. Zusätzliche Geschäftstage sollen angeschlagenen Betrieben helfen, die Verluste der Lockdown-Zeit auszugleichen.

Stadt Selm: Händler sollen selbst entscheiden

Von Seiten der Stadt Selm gibt es keine Planung zu verkaufsoffenen Sonntagen, wie Stadtsprecher Malte Woesmann sagt. Da es sich um eine Sonderregelung handele, dürfen die Händler selbst entscheiden, ob sie öffnen wollen oder nicht. Verkaufsoffene Sonntage werden normalerweise angemeldet – und müssen auch von Gewerkschaft und Kirche genehmigt werden. Das ist in diesem Fall nicht so. Zudem finden verkaufsoffene Sonntage in der Regel zusammen mit einem übergeordneten Fest statt. Im Falle Selm wäre das der Adventsmarkt gewesen. Da dieser nicht stattfindet, gibt es auch keinen regulären verkaufsoffenen Sonntag.

Es bleibt also Sache der Händler, ob sie öffnen wollen oder nicht. Ein grundsätzliches Interesse an zusätzlichen Öffnungstagen besteht zumindest. Thomas Kaim, Inhaber der Selmer Optik und Sprecher der Selmer Werbegemeiscnahft für das Selmer Zentrum, ist der Idee gegenüber positiv gestimmt. Zwar nutze ein alleinstehender verkaufsoffener Sonntag nur bestimmten Branchen. Geschäfte wie sein eigenes vermarkten sich am besten parallel zu Volksfesten. Es wäre zudem schwierig, die Öffnung der Geschäfte ohne Aktionen zu planen.

Die Adventssituation und das Weihnachtsgeschäft ausnutzen

Dennoch sieht er die Möglichkeit, vier verkaufsoffene Sonntage stattfinden zu lassen. „Eine Überlegung wäre es, vier Tage zu machen und diese aufzuteilen – zwei Sonntage in der Altstadt, zwei auf der Kreisstraße“, sagt Kaim. Dabei soll auch Bork miteinbezogen werden. Es biete sich an, die Adventssituation und das Weihnachtsgeschäft auszunutzen.

Eine Anfrage bei den anderen Kaufleuten hat er auf jeden Fall schon gemacht. Noch gebe es aber keine Rückmeldung.

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