Volksbank schließt Standort Cappenberg nach der Automatensprengung - Geld gibt es im Laden

hzVolksbank Selm-Bork Altlünen

Zehn Wochen nach der Sprengung des Geldautomaten steht es jetzt fest: Die Volksbank wird ihn nicht erneuern. Sie schließt den Standort. Dennoch sollen die Kunden an Bargeld kommen können.

Cappenberg

, 22.01.2020, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehr als zwei Monate ist es her, dass Unbekannte den Geldautomaten der Volksbank an der Rosenstraße gesprengt haben. Die Suche nach den Tätern ist bislang ergebnislos verlaufen. Die Frage, wie es weitergeht mit dem Automatenstandort im Ort, hat die Volksbank Selm-Bork Altlünen jetzt beantwortet.

Mehrere Gründe für die Schließung des Standorts

Ihre Cappenberger Kundinnen und Kunden haben am Mittwoch (22. 1.) Post bekommen. Dort war nachzulesen, was sich viele schon gedacht hatten: eine Wiedereröffnung an diesem Standort werde es nicht geben. Sie sei „sowohl betriebswirtschaftlich als auch unter den Blickpunkten Sicherheit und Frequenz der Geldautomatennutzung nicht sinnvoll“.

Volksbank schließt Standort Cappenberg nach der Automatensprengung - Geld gibt es im Laden

Die Vorstandsmitglieder der Volksbank, Thomas Krotki (l.) nd Martin Potschadel (r.), demonstrieren am Mittwoch, 22. Januar, wie sich in Andreas Kurzes Dorfladen zum Einkauf Geld mitnehmen lässt. © Volksbank

Nachdem die Sparkasse trotz lauten Protests bereits 2014 ihren Cappenberger Geldautomaten abgebaut hatte, folgt ihr damit jetzt auch die Volksbank. Damit ist kein Geldinstitut mehr vor Ort. Es werde aber weiterhin eine Möglichkeit geben, vor Ort an Bargeld zu kommen, teilen die Volksbank-Vorstände Martin Potschadel und Thomas Krotki mit. Dabei kommt Andreas Kurze ins Spiel.

Kleinere Bargeldbeträge aus dem Dorfladen

Kurze hatte im Februar 2019 den Cappenberger Dorfladen eröffnet - nur einige Schritte von der Volksbank entfernt. Er hatte bereits Anfang November 2019, kurz nach der Automatensprengung, ins Gespräch gebracht, einen Bargeldservice anbieten zu wollen. Jetzt ist es soweit - in Kooperation mit der Volksbank.

Seit Mittwoch, 22. Januar, bestehe die Möglichkeit, sich „im Rahmen des sogenannten Cashback-Verfahrens innerhalb der Öffnungszeiten des Cappenberger Dorfladens auf Wunsch auch mit kleineren Bargeldbeträgen zu versorgen“, heißt es in der Presseerklärung der Volksbank. Das sei „eine freudige Nachricht“. Die Sache hat aber einen Haken.

Nur wer einen Einkauf tätigt, kann auch Geld abholen - und dann auch nur kleine Beträge. Die Möglichkeit, vor Ort Kontoauszüge zu drucken, fällt ersatzlos weg. Die Möglichkeit, Geld einzuzahlen, hatte es bei der Volksbank in Cappenberg gar nicht gegeben.

Vorbereitungen für einen „SB-Standort in der Nähe von Cappenberg“

„Wir sind für Sie da“, verspricht die Volksbank ihren Kundinnen und Kunden, als „ihr persönlicher Ansprechpartner in allen finanziellen Belangen. Wann, wo, wie Sie wollen“. Dass mancher in Cappenberg trotz der Dorfladen-Kooperation dieses Versprechen nicht mehr eingelöst sieht, befürchtet wohl auch der Volksbank-Vorstand. Deshalb macht er bereits vage Andeutungen auf ein neues Projekt.

„Unabhängig von der Kooperationsvereinbarung arbeiten wir (...) an einer weiteren nachhaltigen Lösung für einen neuen unter den Aspekten Sicherheit, technische Ausstattung und Komfort besser geeigneten SB-Standort in der Nähe von Cappenberg.“ Konkreteres lasse sich zurzeit nicht sagen.

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