Die Stadt Selm prüft, ob es am nördlichen Entree zum Auenpark eine temporäre Querungshilfe geben kann, die das Überqueren der Münsterlandstraße vom Seiland zum Auenpark sicherer macht. © Arndt Brede
Querungshilfe

Vom Seiland rüber zum Auenpark: Gefährlich zu Fuß und per Fahrrad

Wer aus dem Seiland mal eben über die Münsterlandstraße zum Auenpark möchte, muss zeitweise Geduld mitbringen, immer aber aufmerksam sein. Zu Fuß und per Fahrrad ist das gefährlich. Noch.

Die Münsterlandstraße zwischen den Kreisverkehren Ludgeristraße/Olfener Straße/Lüdinghausener Straße und Sandforter Weg/Ludgeristraße/Kreisstraße: es gibt keine einzige offizielle Möglichkeit, diese Bundesstraße (236) zu überqueren. Nun hat die Stadt Selm mit viel Aufwand den Auenpark geschaffen. Ein attraktives Ziel für einen Spaziergang oder eine kleine Tour mit dem Fahrrad. Aber wie kommt man sicher aus dem Wohngebiet Seiland über die Münsterlandstraße? Antwort: gar nicht. Beziehungsweise: nur über Umwege oder mit Geduld oder sehr vorsichtig.

Es gibt einen kleinen Stich an der nördlichen Münsterlandstraße ins Wohngebiet Seiland hinein. Mit Barrieren abgesichert. Diese Stelle ist schon, bevor es den Auenpark gab, rege zur Überquerung der Münsterlandstraße genutzt worden. Häufig von Hundehaltern, die ihre Vierbeiner Richtung Feld Gassi geführt haben. Mittlerweile sind Hundehalter aber, was das Überqueren der B 236 an dieser Stelle betrifft, fast schon in der Minderzahl. Denn der Auenpark ist ein regelrechter Anziehungspunkt für Ausflügler aus dem Seiland geworden. Ergo steigt die Zahl derer, die zu Fuß oder per Rad rüber wollen. Doch die Rahmenbedingungen gerade für Fußgänger und Fahrradfahrer sind schlecht geblieben. Geschweige denn für Menschen mit Kinderwagen oder Rollatoren beziehungsweise in Rollstühlen.

Navigationsgeräte geben Tempo 70 an

Zwar stehen an der Münsterlandstraße Tempo-50-Schilder. Aber so manches Navigationsgerät im Auto zeigt noch an, dass dort – wie zu früheren Zeiten – 70 km/h gefahren werden darf. Entsprechend fahren manche Fahrzeuge auch. Was die Sicherheit der Fußgänger und Radler beim Versuch, die Straße zu überqueren, nicht gerade erhöht. Hinzu kommt: Wer aus dem Seiland zum Auenpark will, sieht heranfahrende Fahrzeuge aus Norden erst sehr spät, weil eine langgezogene Kurve die Sicht erschwert.

Manchmal muss man sich ganz schön sputen, um die Münsterlandstraße zu überqueren.
Manchmal muss man sich ganz schön sputen, um die Münsterlandstraße zu überqueren. © Arndt Brede © Arndt Brede

Alle Faktoren zusammen genommen, ergibt das ein Gefährdungspotenzial, das nicht zu unterschätzen ist. Perspektivisch ist ja geplant, eine Querungshilfe in dem Bereich zu bauen. Das hatte die Stadt ja schon angekündigt. Aber müsste die Stadt Selm in Verbindung mit Straßen.NRW wegen der veränderten Umstände nicht eigentlich jetzt schon eine Querungshilfe dort hin bauen lassen?

Stadt prüft temporäre Querungshilfe

Das Gefährdungspotenzial hat wohl auch die Stadt Selm erkannt. Stadtsprecher Malte Woesmann erklärt auf Anfrage der Redaktion: „Die Stadt Selm hat die Situation vor Ort im Blick und wird zeitnah mit Straßen.NRW prüfen, ob die Einrichtung einer temporären Querungshilfe möglich ist.“

Und für wann ist in dem Fall der endgültige Bau der Querungshilfe geplant? „Die endgültige Installierung einer Querungshilfe auf der Münsterlandstraße ist erst nach der Erschließung des Gebietes ,Wohnen am Auenpark‘ geplant“, teilt Woesmann mit. „Nach der Erschließung soll die Münsterlandstraße saniert und die Querungshilfe errichtet werden.“

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Redaktion Selm
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