Narurbegegnungen mit der Waldschule Cappenberg sind derzeit wegen der Coronapandemie nicht möglich. Das neue Halbjahresprogramm ist aber schon fertig und signalisiert, dass Veranstaltungen wieder starten können, sobald es erlaubt ist. © Sarah Mecklenburg (Archiv)
Waldschule Cappenberg

Waldschule Cappenberg: Zur Geduld gezwungen, aber bereit für Naturbegegnung

In den Wald gehen. Die Natur riechen. Anfassen. Wertvolle Umweltbildung, wie sie die Waldschule Cappenberg leistet. Normalerweise. Corona macht das unmöglich. Und doch gibt es ein neues Halbjahresprogramm.

Es gibt nichts Wertvolleres als die originale Naturbegegnung. So steht es im Vorwort des neuen Halbjahresprogramms der Waldschule Cappenberg. Eine Erkenntnis, die banal klingen mag. Die aber Ergebnis aus mehr als 30 Jahren Arbeit der Waldschule mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ist. Und die jetzt an ihre Grenzen kommt, die das Coronavirus der Einrichtung am Brauereiknapp in Cappenberg auferlegt. Denn Veranstaltungen in der Natur sind ausgesetzt. Was nun? Resignieren?

Nein. Martina Schmidt von Boeselager, Geschäftsführerin der Waldschule Cappenberg, und ihr Team stecken die Köpfe nicht in den Sand. Diese Köpfe werden nämlich gebraucht. Um Ideen zu entwickeln. Um ein Programm auf die Beine zu stellen. Für den Fall, dass originale Naturbegegnung wieder möglich ist.

In den mehr als 30 Jahren des Bestehens hat sich die Waldschule Cappenberg zu einem Zentrum des Wissens um eine ökologisch verträgliche, sozial gerechte und wirtschaftlich leistungsfähige Welt entwickelt. Alle drei Faktoren können miteinander verwirklicht werden. Keine Armut mehr, kein Hunger, bezahlbare und saubere Energie, nachhaltiger Konsum, nachhaltige Produktion. Ziele, die es im Blick zu halten gilt. Auch im Kleinen. Wie eben bei der Arbeit der Waldschule. Motto: Bei sich beginnen, damit das große Ganze gelingen möge.

Angebote für verschiedene Zielgruppen

Und so richtet sich das neue Halbjahresprogramm der Waldschule Cappenberg an verschiedene Zielgruppen. An Erwachsene zum Beispiel. „Waste Cooking – Kochen statt Verschwenden“ lautet eine Veranstaltung am 28. April in Kooperation mit den Partner „Foodsharing Lünen“ und dem Klimatreff Selm. „Weg mit dem Einwegplastik!?“ Diese Veranstaltung nimmt die Verbraucherzentrale Kamen mit ins Boot.

Verschiedene Yoga-Kurse gehören ebenfalls zum Portfolio der Waldschule.

Allein diese Bandbreite beweist den ganzheitlichen Ansatz, den die Waldschule an ihre Bildungsangebote anlegt.

Dass die Zukunft schon längst begonnen hat, zeigen die vielfältigen Angebote für Kindergruppen. Für die wöchentlichen Gruppen, aber auch für Gruppen aus Kindertageseinrichtungen und Schulen. Sie sollen wieder auf Entdeckungstour durch die Natur gehen, sobald Corona es zulasse, sagt Martina Schmidt von Boeselager. „Wir freuen uns, dass es schon viele Anmeldungen für unsere Kindergruppen gibt.“ Das zeige, dass die Menschen sich danach sehnen, in die Natur zu gehen. Im Übrigen kommen die Waldlehrer auch gern in die Einrichtungen, sagt die Geschäftsführerin.

Generationenübergreifend

Die Welt zum Positiven zu verändern, das ist eine Generationenaufgabe. Also hat die Waldschule Cappenberg auch ein Programmpaket mit generationenübergreifenden Angeboten geschnürt. So können Großeltern und Enkel gemeinsam auf Wald-Safari gehen.

Das Programm ist noch viel vielfältiger. Theoretisch. Praktisch sind die Waldlehrer und potenzielle Teilnehmer zur Geduld verbannt. Geht denn mit Onlineangeboten was?

Natur zu erleben, indem man sie anfasst und riecht, ist online nur schwer vermittelbar.
Natur zu erleben, indem man sie anfasst und riecht, ist online nur schwer vermittelbar. © Arndt Brede (Archiv) © Arndt Brede (Archiv)

„Wir entwickeln unsere ersten Fortbildungen online“, sagt Martina Schmidt von Boeselager. „Und wir arbeiten daran, digitale Schulangebote zu machen.“ Das gehe aber nur dadurch, dass das Team sich selbst schulen lasse und sich an Onlineangebote herantaste. Was einfacher klingt, als es in Wahrheit ist. Denn Anfassen, Riechen, Schmecken – also Erlebnisse in der Natur – lassen sich nicht so ohne Weiteres in die digitale Welt übertragen. Fortbildungen – etwa für Lehrer – seien aber möglich. Dadurch und durch andere Angebote können sich Schulen zu nachhaltigen Schulen entwickeln, sagt die Geschäftsführerin.

Ab sofort können sich Interessierte für die Angebote der Waldschule Cappenberg – im Detail zu sehen unter www.waldschulecappenberg.de – anmelden. Entweder auf der Homepage selber oder per E-Mail an info@WaldschuleCappenberg.de oder unter Tel. (02306) 53541

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Redaktion Selm
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