Warum der Besuch eines 53-jährigen Selmers bei der Polizei erhebliche Folgen hatte für ihn

Polizei

Polizisten sehen eine ganze Menge. Was die Beamten der Wache Lüdinghausen jetzt erlebten, haben aber sie so noch nie gehabt. Ein 53-jähriger Selmer spielt in dieser Posse die Hauptrolle.

Selm

, 17.09.2019, 19:58 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es ist Montagabend, 18.40 Uhr, als ein Mann in die Wache an der Olfener Straße in Lüdinghausen kommt. Der 41-Jährige will sich beschweren. Ein anderer Autofahrer hat ihn so aufgebracht.

Er spricht von der merkwürdigen Fahrweise eines anderen Autofahrers: eines Mannes, der mit einem blauen Dodge unterwegs sei. Er habe auf der B235 mehrfach grundlos gebremst. Dann wieder unvermittelt beschleunigt, aber bei „Grün“ sekundenlang vor der Ampel gestanden.

Dieser Dodgefahrer sei eine Gefahr für den Straßenverkehr, sagt der 41-Jährige noch, während er aus dem Fenster der Polizeiwache schaut - und staunt. Denn er sieht, wie dort gerade ein blauer Dodge vorfährt und einparkt.

Der Fahrer steigt aus, betritt die Wache und beginnt ein Gespräch mit den Polizisten. Um was es da geht, teilen die Mitarbeiter der Kreispolizeibehörde Coesfeld in ihrem Facebook-Post über den Vorfall nicht mit. Wohl aber, dass der Dodgefahrer dabei auffällig riecht - nach Alkohol.

Die Fahne ist keine Einbildung. Ein Atemalkoholtest ergibt einen Wert deutlich über 1,1 Promille. Und das ist der Wert, ab dem eine absolute Fahruntauglichkeit vorliegt. Eine Ärztin entnimmt dem 53-jährigen Selmer eine Blutprobe. Sein Führerschein wird sichergestellt - und den wird der Mann so schnell auch nicht wiedersehen.

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