Meinung

Wer nur billiges Fleisch und billige T-Shirts will, schadet dem Klima

Klimaschutz ist ein wichtiges Thema, nicht nur im derzeitigen Wahlkampf. Allerdings sollten wir nicht glauben, dass wir alleine den Klimawandel stoppen können, meint unsere Autorin.
Wer nur nach billigem Fleisch und billigen Textilien schaut, schadet dem Klima. © dpa

Es ist eine schwierige Lage, in der sich derzeit die Landwirte auch in unserer Region befinden. Einerseits werden sie gescholten, dass ihre Tiere mit für den hohen CO2-Ausstoß sorgen würden. Andererseits setzen ihnen die Skandale um Mecke und Tönnies und die dadurch geringere Nachfrage nach ihrem Fleisch zu.

Wenn es allerdings um den CO2-Ausstoß geht, da sollten wir Verbraucher uns an die eigene Nase fassen. Wenn wir immer nur alles billig und noch billiger haben wollen, zahlt die Umwelt die Zeche. Denn es wird jetzt schon billiges Schweinefleisch aus anderen Ländern nach Deutschland exportiert – damit steigt die CO2-Belastung genauso wie bei anderen Lieferungen aus Billiglohn-Ländern zu uns.

Billige Kleidung aus Asien

Wer T-Shirts für drei Euro kaufen will, muss wissen, dass diese Textilien per Schiff aus Asien nach Deutschland gebracht werden, CO2-Belastung inklusive. Von niedrigsten Löhnen und der Gefahr von Kinderarbeit mal ganz abgesehen.

Wer von Klimaschutz im eigenen Land spricht, muss bedenken, dass wir keine Insel der Glückseligen sind, sondern auch mit dem Run auf Billigwaren dafür sorgen, dass anderswo auf der Welt die CO2-Belastung steigt.

Die heimischen Landwirte zu unterstützen, wäre da definitiv der bessere Weg, als nur nach dem billigsten Fleisch im Supermarkt zu schielen.

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