Bürgerinitiative für Cappenberg: Eine Gruppe gibt es nicht mehr, eine andere startet durch

hzOrtsentwicklung Cappenberg

Aus der von Michael Nolte angestrebten Bürgerinitiative für Cappenberg wird nichts mehr. Es gibt aber eine andere Gruppe, die den Ortsteil gestalten will: „Wir für Cappenberg“.

Cappenberg

, 13.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ärgern allein bringt nichts: Unter diesem Motto hatte sich im Sommer dieses Jahres ein Cappenberger aufgemacht, den Selmer Ortsteil, in dem er seit 20 Jahren wohnt, positiv zu verändern. Michael Nolte hat damals Politiker angeschrieben, eine Ortsbegehung organisiert, Cappenberger aufgerufen, mit ihm zusammen eine Bürgerinitiative (BI) - wie es sie in Bork mit der Interessengemeinschaft Borker Bürger beispielsweise auch gibt - zu gründen.

Seine Initiative, so sagt es der Cappenberger heute darauf angesprochen, ist mittlerweile eigentlich gestorben. Zwar habe es am Anfang einen kleinen Kreis von Unterstützern, gute Gespräche und unter anderem auch ein Treffen mit den Selmer Bürgermeister Mario Löhr gegeben.

Als jetzt aber im November die Stadt noch mal zu einer Infoveranstaltung über die Ortsteilentwicklung in Cappenberg angekündigt hatte und er auf seine Mail an den Verteiler keine Antwort erhalten habe, war ihm klar: Aus der BI, wie er sie sich vorgestellt hatte, wird wohl nichts mehr.

Zwei Gruppen machen keinen Sinn, meint Nolte

Der Grund, so erklärt er aber deutlich, sei keineswegs, dass sich die Cappenberger zu wenig für ihren Ortsteil interessieren. Im Gegenteil: Vielmehr sei es so gewesen, dass sich die Cappenberger bereits auf anderer Ebene zusammengeschlossen hätten. Er spricht nicht über eine Konkurrenz - so sei das nicht gewesen.

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Aber es habe sich eine Gruppe um den Cappenberger Thorsten Hoppe gegründet, die sich ebenfalls mit der Entwicklung des Ortskerns beschäftigt und schon viel Arbeit geleitet habe. „Und es macht ja keinen Sinn, dass es zwei Gruppen gibt“, sagt der Polizeibeamte Michael Nolte, der nebenbei auch als Künstler tätig ist.

Nolte: „Es bewegt sich auf jeden Fall etwas“

Genau diese Nebentätigkeit ist auch der Grund, warum er sich nicht einfach dieser anderen Gruppe angeschlossen hat. „Ich habe im Moment so viel zu tun“, sagt er.

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Das Angebot, in der Gruppe mitzuarbeiten, habe es aber natürlich gegeben, wie sowohl Thorsten Hoppe als auch Michael Nolte im Gespräch mit der Redaktion sagen. „Es bewegt sich auf jeden Fall etwas“, sagt Michael Nolte.

Gruppe „Wir für Cappenberg“ hat sich gegründet

„Wir für Cappenberg“: So heißt die Gruppe, in der sich neben Feuerwehrmann Thorsten Hoppe unter anderem auch Christoph Böcker (Vorsitzender des Schützenvereins) engagiert. Die Verankerung im Dorf-Vereinsleben ist wichtig, um vor Ort etwas zu erreichen.

Das sieht auch Michael Nolte so, der eben in keinem Verein aktiv ist. „Wir haben natürlich den Vorteil, dass wir über die Vereine und die Menschen dort viel Zugriff auf Meinungen haben“, sagt Thorsten Hoppe im Gespräch mit der Redaktion.

Bürgerinitiative für Cappenberg: Eine Gruppe gibt es nicht mehr, eine andere startet durch

Thorsten Hoppe ist bei der Cappenberger Feuerwehr aktiv - und in der Grußße „Wir für Cappenberg“. © Foto: Beate Dorn

Für das kommende Jahr 2020 wolle die Gruppe „Wir für Cappenberg“ wieder verstärkt in die Gespräche gehen, sagt Thorsten Hoppe. Alle, die sich der Gruppe anschließen wollen, können sich bei ihm unter Tel. (0172) 5371646 melden. „Wir sind für alle offen“, sagt Thorsten Hoppe.

Themen, die die Cappenberger - und das Planungsbüro - bewegen

Die Themen, um die es der Gruppe geht, wurden zuletzt bei der Infoveranstaltung im November besprochen: ein geplantes Baugebiet gegenüber der Feuerwehr an der Rosenstraße und Fahrradfreundlichkeit in Cappenberg (insbesondere am Schlossberg) sind beispielsweise nur zwei Themen auf der Liste der Cappenberger.

Und auf der Liste des Planungsbüros, das die Stadt Selm mit einem Entwicklungskonzept für Cappenberg beauftragt hat. Auch, weil sich an den ersten Plänen Widerstand in Cappenberg regte, hatte Michael Nolte im Sommer die Initiative ergriffen, um Bürgerstimmen Gehör zu verschaffen. Ein Vorhaben, das jetzt „Wir für Cappenberg“ übernommen hat.

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