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Arzneimittel-Ausgaben weiter gestiegen

In Westfalen-Lippe

In Westfalen-Lippe sind die Ausgaben für Arzneimittel weiter gestiegen: 2017 verordneten die niedergelassenen Ärzte für rund 7,3 Millionen gesetzlich Versicherten Medikamente im Wert von über 4,1 Milliarden Euro.

27.06.2018, 08:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Durchschnitt bekam 2017 jeder gesetzlich Versicherte in Westfalen-Lippe Arzneimittel für rund 570 Euro verordnet.

Im Durchschnitt bekam 2017 jeder gesetzlich Versicherte in Westfalen-Lippe Arzneimittel für rund 570 Euro verordnet. © AOK/hfr.

Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von fast 90 Millionen Euro (2,2 Prozent).

AOK-Chef Tom Ackermann kritisiert, dass es für die Hochpreispolitik der Pharmaindustrie trotz der gesetzgeberischen Maßnahmen noch immer keine Lösung gibt. „Die große Koalition ist gefordert, endlich verbindliche gesetzliche Regelungen zu treffen, um die ungebremste Preisentwicklung einzudämmen“, so Ackermann. Hersteller in Deutschland können weiterhin für die ersten zwölf Monate den Preis ihres Arzneimittels frei festlegen und Mondpreise dafür verlangen.

Im Durchschnitt bekam 2017 jeder gesetzlich Versicherte in Westfalen-Lippe Arzneimittel für rund 570 Euro verordnet. Damit lag Westfalen-Lippe unter dem bundesweiten Wert von 621 Euro.