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Die schleichende Gefahr

Bluthochdruck

Bluthochdruck zählt zu den Volkskrankheiten. Etwa jeder dritte Erwachsene ist nach Aussagen des Robert Koch-Instituts mittlerweile davon betroffen. Anfangs bereitet er kaum Beschwerden. Daher bleibt er häufig lange Zeit unerkannt und unbehandelt.

12.07.2016, 14:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die schleichende Gefahr

Blutdruck-Werte im Normalbereich liegen bei 120/80 mmHg. Mit einer gesunden Lebensweise kann viel dazu beigetragen werden, Bluthochdruck zu vermeiden.

Schleichend schädigt er dann wichtige Organe wie das Herz, das Gehirn, die Nieren und die Blutgefäße. Seine Tragweite wird oft erst klar, wenn ernste Folge wie etwa ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt auftreten. Doch so weit muss es nicht kommen.

Gesunde Lebensweise

Bei der Behandlung von Bluthochdruck hat die dauerhafte Senkung auf einen normalen Wert oberste Priorität. „Das wichtigste und wirksamste Mittel ist in vielen Fällen eine gesunde Lebensweise. Das bedeutet für viele allerdings eine Änderung ihrer Lebensgewohnheiten“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Mit einer abwechslungsreichen und salzarmen Ernährung, regelmäßiger Bewegung, wenig Alkohol, einer deutlichen Reduzierung von Übergewicht und dem Verzicht auf Nikotin lässt sich ein zu hoher Blutdruck vermeiden oder zumindest günstig beeinflussen. Gut beraten ist, wer täglich zu frischem Obst und Gemüse greift, auf Süßes und Fettiges weitestgehend verzichtet und sparsam mit tierischen Fetten umgeht. Auch eine mediterrane Kost kann sich positiv auf den Blutdruck auswirken.

Ausdauersport

Regelmäßiger Sport kann die Bluthochdruckwerte ebenfalls senken. Empfehlenswert sind Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Joggen, Radfahren oder Schwimmen. Zusätzlich sollten im Tagesablauf Pausen für Erholung und Entspannung eingeplant werden. „In manchen Fällen gelingt es, durch einen gesunden Lebensstil die Werte so weit zu senken, dass blutdrucksenkende Medikamente reduziert werden können – im günstigsten Fall gar nicht mehr notwendig sind“, so Ackermann. Wichtig dabei ist, Medikamente auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache abzusetzen.

Die niedergelassenen Ärzte in Westfalen-Lippe verordneten für die rund 7,2 Millionen gesetzlich Versicherten im vergangenen Jahr mehr als 12,5 Millionen Packungen blutdrucksenkender Mittel. Die Krankenkassen zahlten dafür fast 300 Millionen Euro.

Bluthochdruck messen

Der Blutdruck unterliegt bei jedem Menschen gewissen Schwankungen. Diese sind normal und dienen der körperlichen Anpassung an die jeweilige Situation wie körperlicher Anstrengung, Aufregung oder im Schlaf.

Beim Gesunden pendeln sich die Blutdruck-Werte immer wieder im Normalbereich bei 120/80 mmHg ein.

Von Bluthochdruck spricht man, wenn der systolische Wert über 140 mmHg und der diastolische Wert über 90 mmHg gestiegen ist.

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