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Großes Interesse am Kinderpflege-Krankengeld

Rund 2800 Anfragen

Rund 2800 Mitglieder der AOK NORDWEST informierten sich im Januar über das erweiterte Kinderpflege-Krankengeld und haben oder werden in Kürze einen entsprechenden Antrag stellen.

17.02.2021, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Neue Regelung in der Pandemie: Kinderpflege-Krankengeld kann jetzt auch in Anspruch genommen werden, wenn KiTa und Schule pandemiebedingt schließen und Kinder deshalb zu Hause betreut werden müssen.

Neue Regelung in der Pandemie: Kinderpflege-Krankengeld kann jetzt auch in Anspruch genommen werden, wenn KiTa und Schule pandemiebedingt schließen und Kinder deshalb zu Hause betreut werden müssen. © AOK/hfr.

Die von der Großen Koalition festgelegte verlängerte Bezugsdauer wurde rückwirkend ab Januar beschlossen. Danach können in diesem Jahr pro Elternteil statt zehn Tage nun 20 Tage für die Betreuung von Kindern genutzt werden, bei Alleinerziehenden sind es insgesamt 40 Tage. Elternpaare oder Alleinerziehende mit zwei Kindern haben Anspruch auf maximal 80 Tage. Bei weiteren Kindern erhöht sich der Anspruch noch einmal um zehn Tage auf maximal 90 Tage – egal wie viele Kinder in der Familie leben. Das Kinderpflege-Krankengeld beträgt 90 Prozent des Nettolohns.

Schul- oder Kitaschließungen

Die neue Regelung sieht vor, dass das Kinderpflege-Krankengeld nun auch beantragt werden darf, wenn zum Beispiel wegen Schul- oder Kitaschließungen die Betreuung des Kindes nicht sichergestellt werden kann oder die Präsenzpflicht der Kinder in den Schulen aufgehoben wurde. Der Anspruch auf diese Leistung ist daran geknüpft, dass das Kind das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Bleibt das Kind zu Hause, weil es erkrankt ist, muss bei der Krankenkasse ein ärztliches Attest eingereicht werden. Der Nachweis der Kita oder Schule zur pandemiebedingten Schließung ist dabei in der Regel für AOK-Versicherte nicht erforderlich.

Schnelle digitalen Lösungen

„Wir wollen jetzt mit schnellen digitalen Lösungen den Eltern helfen, einfach und unbürokratisch an das Kinderpflege-Krankengeld zu kommen“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Der entsprechende Vordruck steht für AOK-Versicherte im Internet unter www.aok.de/nw.

Weitere Infos gibt die AOK rund um die Uhr über die kostenfreie Servicenummer 0800 / 265 5000.