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Kein erhöhtes Corona-Infektionsrisiko

AOK-Gesundheitsatlas Asthma bronchiale

Husten, Engegefühl in der Brust, Atemnot: Asthmaattacken können für Betroffene und Angehörige belastend sein und schränken die Lebensqualität ein. Aber: Asthma kann gut behandelt werden.

19.11.2020, 09:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bei Jungen bis 14 Jahren wird in Westfalen-Lippe häufig ein Asthma diagnostiziert. Deshalb ist es wichtig, Asthma früh zu erkennen und konsequent zu behandeln.

Bei Jungen bis 14 Jahren wird in Westfalen-Lippe häufig ein Asthma diagnostiziert. Deshalb ist es wichtig, Asthma früh zu erkennen und konsequent zu behandeln. © AOK/hfr.

Mit Medikamenten und unterstützenden Maßnahmen wie regelmäßiger Bewegung ist es meistens möglich, weitgehend beschwerdefrei zu leben.

Allein in Westfalen-Lippe leben 388.000 Menschen, die an Asthma bronchiale erkrankt sind. Das geht aus dem aktuellen AOK-Gesundheitsatlas hervor.

Zwischen den Regionen gibt es jedoch deutliche Unterschiede: Im Vergleich mit den anderen Städten und Kreisen liegt Dortmund mit einem Asthmatiker-Anteil von fünf Prozent über dem Durchschnitt in Westfalen-Lippe von 4,7 Prozent. „Die Ergebnisse zeigen, dass wir nicht nachlassen dürfen, noch mehr Menschen von den speziellen Behandlungsangeboten für Asthmapatienten zu überzeugen. Wir werden unseren eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen“, sagt AOK-Chef Tom Ackermann.

Risikofaktor Übergewicht

Am häufigsten wird die Diagnose Asthma bronchiale bei Männern ab 80 Jahren und Frauen im Alter von 70 bis 79 Jahren gestellt. Auffällig ist, dass bei Jungen bis 14 Jahren ebenfalls häufig ein Asthma diagnostiziert wird. Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) gelten als bedeutender Risikofaktor für die Entstehung eines Asthmas.

Im AOK-Gesundheitsatlas wurde für die Bevölkerung in Westfalen-Lippe auch die regionale Adipositashäufigkeit bestimmt. Danach hat Dortmund eine durchschnittliche. Die niedrigste besteht in Münster. Der höchsten Kategorie sind etwa Bottrop, der Ennepe-Ruhr-Kreis, Gelsenkirchen, Hagen, Hamm, Herne zuzuordnen.

Und welche Gefahren hat das Corona-Virus für Asthmatiker? „Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens ist derzeit davon auszugehen, dass für Asthmapatienten kein erhöhtes Risiko besteht, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren, so Ackermann. Erste Studienergebnisse wiesen darauf hin, dass bei einem gut kontrollierten Asthma nicht von einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf ausgegangen werden könne.

Komplexe Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung von Asthma bronchiale sind komplex. Lebensstiländerungen wie der Verzicht auf das Rauchen, ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und der Abbau von Übergewicht können helfen, das Asthma-Risiko deutlich zu reduzieren. Dazu bietet die AOK NORDWEST ihren Versicherten kostenlos spezielle Angebote im Kursprogramms ‚Gesund leben‘.

Hilfe bietet auch das Programm AOK-Curaplan. Dabei koordiniert der Arzt die gesamte Behandlung und legt gemeinsam mit dem Patienten Therapieziele fest. „Unsere Versicherten werden aktiv
beteiligt. In Schulungen lernen sie, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen und deren Verlauf positiv zu beeinflussen. Dann wissen sie, wie sie sich im Notfall verhalten müssen oder Asthmaanfälle sogar vermeiden können“, so Ackermann.