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Krankenstand im ersten Halbjahr 2018 gestiegen

Auswertung für Westfalen-Lippe

Der Krankenstand bei den rund 920.000 versicherten Arbeitnehmern der AOK NORDWEST in Westfalen-Lippe ist im ersten Halbjahr 2018 auf 6,3 Prozent gestiegen.

23.10.2018, 20:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Erkältungswelle sorgte Anfang des Jahres für einen höheren Krankenstand.

Die Erkältungswelle sorgte Anfang des Jahres für einen höheren Krankenstand. © AOK/hfr.

Das ist ein Anstieg um 0,2 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Das geht aus einer aktuellen Auswertung der Krankenkasse hervor.

Als Ursache für den Anstieg nennt die AOK vor allem die Erkältungswelle Anfang des Jahres mit deutlich mehr Krankschreibungen als im Vorjahreszeitraum. Von Mitte Januar bis Ende März verzeichnete die Gesundheitskasse allein in Westfalen-Lippe rund 37 Prozent mehr Krankheitsfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen als im selben Zeitraum 2017. Nach der Auswertung fehlte jeder AOK-versicherte Erwerbstätige in Westfalen-Lippe im ersten Halbjahr im Durchschnitt 11,4 Tage. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage um 3,6 Prozent. Vor allem Muskel- und Skeletterkrankungen verursachten weiterhin die meisten Fehltage. Mit 22,6 Prozent lag deren Anteil an den gesamten Fehltagen mit großem Abstand an erster Stelle.

Es folgten mit einem deutlichen Anstieg die Atemwegserkrankungen (16,3 Prozent), danach Verletzungen (10,3 Prozent) und psychische Erkrankungen (9,8 Prozent). Insgesamt 37,3 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage wurden von Langzeitkranken verursacht. Die durchschnittliche Krankheitsdauer je Fall lag in den ersten sechs Monaten des Jahres bei elf Kalendertagen.