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Von Beginn an gut versorgt

U-Untersuchungen

Damit der Nachwuchs gesund aufwächst, bieten die gesetzlichen Krankenkassen besondere Früherkennungsuntersuchungen kostenfrei an.

26.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Von Beginn an gut versorgt

Damit Kinder gesund aufwachsen, sollten Eltern mit ihren Kindern die von den Krankenkassen angebotenen U-Untersuchungen nutzen. © AOK/hfr.

Ob Baby, Kleinkind oder Jugendlicher – Eltern wollen wissen, ob sich ihr Kind gut entwickelt und gesund ist. Zahlreiche Untersuchungen von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr sollen helfen, mögliche Erkrankungen frühzeitig zu entdecken.

Die Us – Vorsorge bei Kindern


Die Früherkennungsuntersuchungen für Kinder, die sogenannten ‚Us‘, sind wichtige Termine für Eltern und Kinder. Bei den Untersuchungen U 1 bis U 9 mit dem dazugehörigen gelben U-Heft kann der Kinder- und Jugendarzt in regelmäßigen Abständen prüfen, ob sich der Nachwuchs gesund und altersgemäß entwickelt – körperlich, geistig und seelisch. Die U 1 findet als erste Untersuchung direkt nach der Geburt statt und die U 9 kurz vor dem Schuleintritt, wenn das Kind etwa fünf Jahre alt ist.

Die AOK NORDWEST übernimmt nach der U 9 zusätzlich noch die Kosten für die beiden Vorsorgeuntersuchungen U 10 und U 11. Bei der U 10 sollen Entwicklungsstörungen wie Schulleistungsstörungen oder Störungen der motorischen Entwicklung bei Kindern im Alter von sieben bis acht Jahren erkannt werden. Bei der U 11 soll ein möglicher problematischer Umgang mit Suchtmitteln erkannt und gesundheitsbewusstes Verhalten unterstützt werden.

Im Anschluss an die letzte Früherkennungsuntersuchung U 11 werden noch die sogenannten Jugenduntersuchungen angeboten. Allerdings ging 2017 nicht einmal jeder vierte Teenager in Westfalen-Lippe zu den wichtigen Untersuchungen J1 und J2, die die AOK NORDWEST ihren Versicherten kostenfrei anbietet. Neben einem Gesundheits-Check bietet sich bei der J1 auch immer die Chance, ausführlich mit dem Arzt zu sprechen. Denn gerade in diesem Alter ist es wichtig, nicht nur die körperliche Entwicklung zu kontrollieren, sondern auch geistige und soziale Komponenten zu beraten. Das persönliche Gespräch ist selbstverständlich vertraulich.

Individuelle Präventionsmaßnahmen


Im Rahmen der Untersuchung werden Größe, Gewicht und der Impfstatus überprüft. Bei der körperlichen Untersuchung klärt der Arzt die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Auch auf eventuelle Hautprobleme und Essstörungen wie Magersucht oder Übergewicht wird eingegangen. Bei Bedarf empfiehlt der Arzt individuelle Präventionsmaßnahmen.

Die Jugenduntersuchung J2 zielt unter anderem auf das Erkennen von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsstörungen und Diabetes-Risiko. Zu diesem Termin sollten die elektronische Gesundheitskarte und der Impfpass mitgebracht werden.

Eine Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) schützt nachweislich vor Gebärmutterhalskrebs. Für Mädchen und junge Frauen im Alter von neun bis 17 Jahren zahlen die Krankenkassen die HPV-Impfung bereits seit einigen Jahren. Auch viele Jungen und Männer sind mit HPV infiziert, ohne es zu wissen. Sie können zwar keinen Gebärmutterhalskrebs bekommen, sind aber Überträger des Virus und können an einem HPV-bedingten Tumor erkranken. Deshalb zahlt die AOK NORDWEST die Impfung jetzt auch für Jungen im Alter von neun bis 17 Jahren. In der Regel werden Jungen wie Mädchen zweimal in einem Abstand von sechs Monaten mit einer Spritze geimpft. Die Impfung sollte vor dem ersten Sexualkontakt erfolgen.

AOK-Gesundheitsbudget über 500 Euro

Mit dem neuen Gesundheitsbudget der AOK NORDWEST können auch die Kosten für eine spätere HPV-Impfung bei jungen Frauen und Männern ab 18 Jahren erstattet werden. Auch andere exklusive Mehrleistungen können in Anspruch genommen werden. Erstattet werden 80 Prozent der Kosten bis zu maximal 500 Euro in einem Kalenderjahr.

Dazu gehören Reiseimpfungen, Osteopathie und zusätzliche Leistungen für Schwangere. Für die Professionelle Zahnreinigung erstattet die AOK für alle ihre Versicherten innerhalb des Gesundheitsbudgets zweimal pro Kalenderjahr bis zu 50 Euro.