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Weniger Krankengeld zur Kinderpflege

Aktuelle AOK-Auswertung

In Westfalen-Lippe haben im 1. Halbjahr 2020 weniger berufstätige Eltern Kinderpflege-Krankengeld in Anspruch genommen als im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das belegt eine AOK-Auswertung.

16.09.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Weniger Krankengeld zur Kinderpflege

© picture alliance/dpa

Danach erhielten insgesamt 16.832 Mütter und Väter Kinderpflege-Krankengeld für die Betreuung ihres kranken Kindes. Im Vorjahreszeitraum waren es 21.941.

Besonders auffällig ist, dass in der Lockdown-Phase der Corona-Pandemie in den Monaten April und Mai die Fälle im Vergleich zu den beiden Monaten in 2019 um fast 80 Prozent von 5582 auf 1196 sanken. Mit den einsetzenden Lockerungen und der sukzessiven Rückkehr an den Arbeitsplatz sowie der Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten im Juni stiegen die Fallzahlen vor den Sommerferien jedoch dann wieder deutlich an.

Wichtiges Signal

„Die von der großen Koalition angedachten Ausweitung des Kinderpflege-Krankengeldes ist ein wichtiges Signal, damit Eltern und Alleinerziehende ohne finanzielle Nachteile ihre kranken Kinder betreuen können“, sagt AOK-Chef Tom Ackermann. Pro Jahr haben gesetzlich Versicherte bisher Anspruch auf zehn freie Arbeitstage je Elternteil, Alleinerziehende bis zu 20 Arbeitstage. Bis Jahresende will die große Koalition die Dauer auf 15 freie Arbeitstage je Elternteil und 30 Arbeitstage für Alleinerziehende erhöhen.