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Leben ist Bewegung: Osteopathie heilt mit den Händen

Aktivierung der Selbstheilungskräfte

Eine Heilmethode, die ausschließlich manuell praktiziert wird, gewinnt immer mehr Anhänger: Die Osteopathie verzichtet auf Medikation und setzt stattdessen auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Indiziert ist die Therapieform meist bei Bewegungseinschränkungen und Rückenleiden.

28.01.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Leben ist Bewegung: Osteopathie heilt mit den Händen

Patienten schätzen vor allem den ganzheitlichen Aspekt in Verbindung mit der konservativen Vorgehensweise – und das nicht nur bei Rücken-, sondern auch bei anderen körperlichen Beschwerden. © photophonie - stock.adobe.com

Insbesondere bei chronischen Schmerzen im Wirbelsäulenbereich verschreiben Ärzte immer öfter osteopathische Anwendungen. Denn die rein manuell ausgeführte Methode aktiviert auf sanfte Art die Selbstheilungskräfte, indem Blockaden ertastet, diagnostiziert und therapiert werden. Dabei lösen Osteopathen Spannungen in Faszien und Muskeln, den inneren Organen sowie des Nervensystems.

Rückenschmerzen, verursacht durch innere Organe?

Osteopathie betrachtet den Patienten ganzheitlich und forscht nach den Ursachen. Sie spürt krank machende Beziehungen im Körper auf und stellt die physische Funktionsfähigkeit wieder her. Oft genügen eine bis drei Behandlungen, bis die Therapie anschlägt.

Dabei ist die Osteopathie keineswegs ein hipper Trend. Bereits im Jahr 1874 entdeckte der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still, dass funktionelle Störungen der Wirbelsäule im ganzen Körper gesundheitliche Probleme auslösen können.

Patienten schätzen vor allem den ganzheitlichen Aspekt in Verbindung mit der konservativen Vorgehensweise – und das nicht nur bei Rücken-, sondern auch bei anderen körperlichen Beschwerden.

Besonders für kleine Kinder und Senioren ist Osteopathie, auch begleitend zu klassischen Therapien, eine gute Ergänzung oder Alternative, wenn es um die sanfte Auflösung funktioneller Beeinträchtigungen geht.

Auf die Ausbildung kommt es an!

Voraussetzung ist jedoch ein qualifizierter, gut ausgebildeter Therapeut*in, der – auch als Heilpraktiker*in – eine akademische Ausbildung in Osteopathie erfolgreich absolviert hat. Weil die Berufsbezeichnung „Osteopath“ in Deutschland nicht geschützt ist, sollte die Therapeuten-Suche unbedingt auf der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft für Osteopathie beginnen.

Eine 20 bis 30 Minuten dauernde Sitzung kostet ca. 60-80 Euro. Die Therapie wird teilweise auch von gesetzlichen Kassen erstattet.

Im Rahmen des 500 EUR-Gesundheitsbudgets bietet die AOK NORDWEST ihren Versicherten eine Erstattung von 80 % der jährlichen Kosten bis maximal 500 Euro an. Voraussetzung: ein Privatrezept des behandelnden Arztes.