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Ein Zirkus mit besonders buntem Gesicht

Inklusive Kunst

Der Circus Schnick-Schnack zählt rund 260 aktive Mitglieder, die auf hohem Niveau generationsübergreifend ihrem Hobby nachgingen. Die Arbeit ist inklusiv.

14.06.2019, 12:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Zirkus mit besonders buntem Gesicht

1996 war der Start mit einer Handvoll Artisten. Seitdem gestalten zahlreiche Ehrenamtlichen, Unterstützer, Förderer und Kooperationspartner einen Zirkus von Familien für Familien. Heute zählt der Circus Schnick-Schnack rund 260 aktive Mitglieder, die auf hohem Niveau generationsübergreifend ihrem Hobby nachgehen. Mit Unterstützung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und der GlücksSpirale. © Stefan Kuhn

Es sind nur noch wenige Tage bis zur Generalprobe. Überall konzentrierte Gesichter: Stimmen Licht und Ton? Welches Kostüm passt am besten zur Performance? Conrad Buckefeld sitzt hinter dem Aufwärmzelt in der Sonne und lässt sich schminken, anfangs etwas widerwillig, am Ende aber durchaus zufrieden mit dem Ergebnis. Conrad ist 13 Jahre alt, aber schon so etwas wie ein alter Hase beim „Circus Schnick-Schnack“ an der Herner Eschstraße. Er ist in seinem sechsten Zirkusjahr, stand mit sieben Jahren zum ersten Mal in der Manege. Dieses Mal wird er zusammen mit Markus Neumann Feuerartist sein. Mit brennenden Rotatoren zeigen sie einen Kampf der Elemente. Ein eindrucksvolles Spektakel, wie sich im stockdunklen Zelt herausstellt. Jeder Handgriff sitzt, die beiden sind ein eingespieltes Team.

Förderung

„Jeder bringt seine Persönlichkeit ein, damit der Zirkus sein buntes Gesicht entfaltet“, erklärt Mitbegründer und Zirkusdirektor Rainer Deutsch. Und berichtet, wie rasant sich dieses pädagogische Konzept während der vergangenen Jahre entwickelt hat. „Wir haben 1996 mit einer Handvoll Artisten und fünf Familien begonnen. Seitdem gestalten wir mit zahlreichen Ehrenamtlichen, Unterstützern, Förderern und Kooperationspartnern einen Zirkus von Familien für Familien.“ Heute zähle der Circus Schnick-Schnack rund 260 aktive Mitglieder, die auf hohem Niveau generationsübergreifend ihrem Hobby nachgingen. Die Arbeit ist inklusiv: Ob motorisch hochbegabt oder mit Handicap – alle finden ihre Aufgaben und stehen am Ende auch gemeinsam im Rampenlicht. Das Wachstum brachte auch für die Organisationsform Änderungen mit sich: Die Keimzelle des Circus war eine kirchengemeindliche Initiative. Heute ist der Verein Circus Schnick-Schnack Träger der freien Jugendhilfe und „Mehrgenerationenhaus“ im Rahmen eines gleichnamigen Bundesprogramms.

Neue Attraktion: BMX-Artistik

„Die Entfaltungsmöglichkeiten in einem Zirkus sind nahezu unbegrenzt. Wir benötigen die Licht- und Tontechniker genauso wie die Requisiteure, die Schneiderin, die Maskenbildnerin, den Waffelbäcker und den Kartenabreißer“, erklärt Christopher Deutsch. Der 29-jährige Ex-Artist ist Trainer beim Circus Schnick-Schnack und bildet zusammen mit seiner Mutter Heidemarie sowie Christian Stoll das Trio der pädagogischen Leitung. Jedes Kind finde seinen Platz und werde mit seiner Individualität gefördert, ergänzt er. Ob Einradfahren, Jonglieren, Stelzenlaufen, Akrobatik, Luftakrobatik, Balance, Zauberei oder Hula-Hoop – jeder Nachwuchs-Artist mache etwas, das seinen Talenten und Fähigkeiten entspreche.

Eintauchen ins „Kuriosum“

Der Höhepunkt des Jahres für diese große Zirkus-Familie ist immer die „Zeltwoche“ im Sommer. Fünf Vorstellungen mit dem Titel „Kuriosum“ sind für dieses Jahr, in der die 22. „Zeltwoche“ stattfindet, geplant. Dabei dreht sich alles um skurrile, bezaubernde Geschöpfe und den Eintritt in fantastische Welten. Die Artisten warten mit einer neuen Attraktion auf: BMXRädern. „Das gehört sicher nicht zu den klassischen Zirkuskünsten, liegt aber sehr im Trend und gefällt unseren Kindern besonders gut“, erklärt Trainer Christian Stoll. Schon lange standen die Räder auf der Wunschliste, mit Unterstützung und Beratung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes war es schließlich gelungen, finanzielle Unterstützung durch die GlücksSpirale zu bekommen. „Mit der Förderung der GlücksSpirale eröffnen sich nun für unsere Arbeit ganz neue Möglichkeiten“, fasst Rainer Deutsch zusammen. Denn nicht nur Requisiten kosten Geld, auch Lichttechnik, Mobiliar, Trainingsböden und Renovierungen brauchen Budget.

Training, Treffs und Projekte

Auch außerhalb der „Zeltwoche“ und den intensiven Proben vorher, können sich Kinder und Erwachsene fast das ganze Jahr hindurch (Ausnahme sind die Sommerferien) im Circus ausprobieren und sich einbringen. Immer montags findet ein offener Treff statt, es gibt Ferien- und in Kooperation mit Schulen Halbjahresprojekte. Das Motto dabei: „Im Miteinander lernen Kinder, was man gemeinsam auf die Beine stellen kann.“

www.schnick-schnack.de

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