Ein Spieler aus dem Landesliga-Kader des FC Frohlinde hat seinen Abschied bekanntgegeben. Er wird sich künftig in die Freistoßmauer eines anderen Vereins stellen. © Volker Engel
Fußball

Arbeitskollege hat angerufen: Mister Zuverlässig verlässt den FC Frohlinde

Der FC Frohlinde verliert im Sommer einen weiteren Spieler aus seinem Landesliga-Kader. Dabei handelt es sich um einen Fußballer, der fast ein Jahrzehnt lang der Mister Zuverlässig war.

Der Fußball-Landesligist FC Frohlinde wird für die kommende Saison 2021/22 einige Neuzugänge brauchen. Denn jetzt hat der vierte Stammspieler seinen Abgang angekündigt.

Frohlindes Sportlicher Leiter Siggi Morina musste nun einen weiteren Namen aus dem bestehenden Landesliga-Kader streichen. Von einem Spieler mit dem er, wie er sagt, gerne verlängert hätte. Doch der Akteur, der über neun Jahre dem Verein an der Brandheide angehörte, folgt dem Ruf eines Arbeitskollegen. Der Weg führt im Sommer 2021 zum Bezirksligisten RW Germania in Dortmund.

Das ist Safa Obi

  • Safa Obi, Fußballspieler beim Landesligisten FC Frohlinde, wohnt heute in Kirchlinde. Er ist am 11.09.1995 geboren und in Dortmund Bövinghausen aufgewachsen.
  • Beim SuS Merklinde spielte er von der D-Jugend an fünf Jahre. Es folgte ein Jahr in der B-Jugend der Spvg Schwerin, ehe er zum FC Frohlinde wechselte, dem er nun neun Jahre angehört.
  • Der 25-Jährige geht im Sommer zum Fußball-Bezirksligisten RW Germania nach Dortmund-Bodelschwingh/Westerfilde. Der Kicker hat sein Fachabitur und arbeitet als Kaufmann im Gesundheitswesen.

Tägliche Treffen im Pflegebetrieb

Safa Obi, der als „treue Seele“ der Frohlinder gilt, hat selbst dem Reporter unserer Redaktion seinen Wechsel angekündigt. Arbeitskollege und Freund, Yannik Tielker, habe ihm schon seit längerer Zeit den Wechsel schmackhaft gemacht.

Tielker, der von 2017 bis 2019 zwei Jahre in Frohlinde spielte, ist Azubi in dem großen Pflegebetrieb, in dem Safa Obi als Kaufmann im Gesundheitswesen mit seinem Fachabitur in der Tasche arbeitet. Beide sind befreundet. Die durch die Arbeit täglichen Abwerbungs-Versuche des ehemaligen FCF-Stürmers haben wohl gefruchtet. Von Tielker, von dem einst Torwart-Trainer Holger Holz sagte: „Der hat einen Schuss wie ein Pferd.“

Obi erzählte jetzt dem Reporter: „Ich hätte in Frohlinde noch gerne mein Zehn-Jähriges 2022 gefeiert, doch ich habe gemerkt, dass ich einen Tapetenwechsel brauche.“ Der 25-Jährige sagte weiter, dass das nichts mit dem Trainerwechsel zu tun hätte. Mit den neuen Coaches Jimmy Thimm und Daniel Diaz würde er sich gut verstehen.

In den vergangenen Jahren gehörte Obi zum festen Stamm der ersten Frohlinder Mannschaft unter Stefan Hoffmann und Michael Wurst. Seine Lieblingspositionen sind Außenverteidiger-Rollen, obwohl die Trainer auch seine Allrounder-Qualitäten schätzten.

Safa Obi (am Ball) war neun Jahre lang beim FC Frohlinde. © Jens Lukas © Jens Lukas

Safa Obi ist am 11. September 1995 geboren und in Dortmund-Bövinghausen aufgewachsen. Seine ersten Fußballschritte begannen bei der D-Jugend des SuS Merklinde. Fünf Jahre spielte er am Fuchsweg, ehe er ein Jahr bei der Spvg Schwerin in der B-Jugend kickte. Dann ging es beim FC Frohlinde von der B-Jugend bis zur ersten Mannschaft.

Unter Trainer Jürgen Litzmanski kam er in die erste Senioren-Mannschaft. Obi wurde hier plötzlich zur Blondine. Obi erzählt lachend: „Wer damals beim Training einen Elfmeter verballert hat, musste bei der nächsten Einheit diese riesige Perücke tragen.“ Eine Anekdote, an die er sicherlich noch lange denken kann. Ein langer Abschnitt geht schließlich im Sommer für ihn an der Brandheide zu Ende. Etwas Wehmut war dem Spieler schon aus den Worten zu entnehmen.

Yannik Tielker (am Ball) spielt bereits bei RW Germania in Dortmund. Dorthin folgt ihm seine ehemaliger Frohlinder Teamkamerad Safa Obi. © Jens Lukas © Jens Lukas

Erst einmal will er sich mit Macht mit dem FCF gegen einen möglichen Abstieg aus der Landesliga stemmen, wenn der Spielbetrieb aufgenommen werden kann. Einen Grund nannte Obi dann doch noch zu seinem Standortwechsel: „Ich habe jetzt 15 Jahre im Umfeld von Castrop-Rauxel gespielt, das wollte ich nun ändern.“ Wobei der neue Verein gleich hinter der Stadtgrenze nicht so aus der Welt ist.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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