Die Kampfbahn Habichthorst, in der der VfB Habinghorst beheimatet ist. © Jens Lukas
Fußball-Kreisliga A

Die Verantwortlichen des VfB Habinghorst haben eine klare Meinung zum Kopftritt-Urteil

Das Sportgericht des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel haben ein Urteil wegen des Spielabbruchs und eines Kopftrittes im Spiel des VfB Habinghorst gegen Zonguldakspor Bickern gefällt. So stehen die VfB-Verantwortlichen dazu.

Eine Geldstrafe wegen des Spielabbruchs, eine Rotsperre sowie eine jahrelange Sperre wegen einer Tätlichkeit gegen einen am Boden liegenden Habinghorster Fußballer. Das alles kam für Zonguldakspor Bickern aus der Fußball-Kreisliga A nach den Vorfällen im Spiel am 18. Oktober gegen den VfB Habinghorst zusammen.

Der VfB Habinghorst hatte genügend Ordner

Das Sportgericht des Fußballkreises Herne/Castrop-Rauxel strafte den Torhüter von Bickern, der Thomas Bragin gegen den Kopf trat, mit einer drei Jahren langen Sperre ab.

Markus Lüneberg, der Geschäftsführer des VfB, sagt: „Mit dieser Sperre ist ein Zeichen gesetzt worden. Uns wurde zudem vom Sportgericht bestätigt, dass wir genügend Platzordner vor und während des Spiels hatten. Denn auch der Schiedsrichter hatte ausgesagt, dass er sich nicht in Gefahr fühlte.“ Von einem der beiden Liga-Rivalen in Herne-Holsterhausen waren die Habinghorster vorgewarnt worden, dass ein Ordner-Kontingent für das Duell mit Zonguldakspor Sinn machen würde. Deshalb statteten die VfB-Verantwortlichen am Spieltag zehn Leute mit Ordner-Westen aus.

Nicht nachvollziehbar empfand Markus Lüneberg die Einordnung der Geschehnisse durch die Bickerner Vereinsverantwortlichen: „Sie hatten sogar vorgeschlagen, das Spiel ohne Zuschauer zu wiederholen.“ Die Habinghorster denken derzeit darüber nach, zum Rückspiel gegen diesen Gegner nicht anzutreten. VfB-Trainer Marc Olschewski sagt: „So wird es höchstwahrscheinlich sein.“

Das Opfer Thomas Bragin kann noch nicht arbeiten

Unterdessen geht es dem Opfer Thomas Bragin zwar gesundheitlich wieder besser. Er ist allerdings noch nicht wieder so auf dem Damm, dass er arbeiten gehen kann, berichtet Olschewski.

Stimmen, die einen Ausschluss des Vereins Zonguldakspor aus dem Fußballkreis fordern, schließt sich Marc Olschewski nicht an. Er sagt: „Die meisten Leute in diesem Verein haben mit dieser Tat nichts zu tun. Man muss die handelnden Personen sanktionieren und zur Kasse bitten.“

Nach dem Spiel hatte die Polizei eine Anzeige gegen Olschewski – womöglich wegen Beleidigung – aufgenommen. Bislang wurde der Trainer aber noch nicht dazu verhört – und meint: „Ich mache mir deswegen keine schlaflosen Nächte.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
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