Bei der Hallenstadtmeisterschaft 2020 stand Christopher Ebeling letztmals für den SV Wacker im Tor. Nach einer Saison beim Königsborner SV kehrt er nach Obercastrop zurück. © Volker Engel
Fußball-Westfalenliga

Ebeling erklärt Rückkehr nach Obercastrop nach Zusage für BW Huckarde

Der Torwartwechsel von Christopher Ebeling retour zum SV Wacker Obercastrop hat für viel Aufregung im Lager von BW Huckarde gesorgt. Jetzt erzählt der Torwart, was es damit auf sich hat.

Zur Saison 2020/21 hatte der 23-jährige Torhüter Christopher Ebeling nach zwei Jahren beim SV Wacker Obercastrop beim Königsborner SV angeheuert. Anfang 2020 war er noch mit Hallenstadtmeister geworden. Aber schon da war klar, dass er wegen seines Studiums über den Sommer 2020 nicht in der Erin-Kampfbahn bleiben würde. Es sollte ins schottische Edinburgh zur Fortsetzung seines Master-Studiums gehen. Doch diese Reise machte auch die Corona-Pandemie zunichte.

Ein Jahr beim Klub nahe der Heimat

Kurzentschlossen ging er in der Nähe seines Wohnortes Welver zum Bezirksligisten Königsborner SV (Unna). Ebeling erzählte: „Der SV Wacker hatte ja in Nils Gehrmann einen neuen zweiten Mann hinter David Scholka.“ Doch auch in Unna kam der hünenhafte Torwart mit 2,03 Metern Körperlänge, nicht über den Status „Ersatzkeeper“ hinaus.

Ebeling sagte nun: „Die hatten einen erfahrenen Torwart, der viele Jahre schon dort spielte.“ Da ist es natürlich schwierig, in den Kasten zu kommen. Aber sonst sei alles prima gewesen in Königsborn, „alles nette Leute“. Wie einst in Obercastrop, hat auch Ebeling in seiner kurzen Zeit in Königsborn einen guten Eindruck hinterlassen. Die Zeitung am Ort zitierte eine Aussage des Vereins so: „Wir verlieren nicht nur einen guten Torwart, sondern auch einen menschlich einwandfreien Typen.“

Umso mehr muss den jungen Mann natürlich die Aufregung im Lager von BW Huckarde um seinen Wechsel beschäftigt haben. Dort hatte er nämlich Ende des Jahres 2020 Trainer Thomas Faust auf dessen Anfrage eine mündliche Zusage gegeben. Der plötzliche Sinneswandel des Master-Anwärters Ebeling hatte den Coach jetzt mächtig auf die Palme gebracht. Ebeling hat das aber denn auch persönlich mit dem Trainer geklärt, warum er denn nun einen Rückzieher macht und zu seinem Ex-Verein nach Castrop-Rauxel zurückkehrt.

Es war ein glücklicher Zufall, weil Wackers Co-Trainer Steffen Golob seinen Ex-Torhüter kontaktierte und bat, sich doch mal nach einem Keeper umzuschauen. Ebeling griff selbst zu: „Man hat ja nicht immer die Chance in einen Westfalenligakader zu kommen.“ Und als er die Begrüßung seiner alten Kameraden bei einem Besuch an der Karlstraße erlebte, war ihm gleich klar: „Hierhin gehe ich zurück.“

Das erklärte der sympathische Mann aus der Soester Börde dem Reporter dieser Redaktion, der ihn bei einem Seminar in Marburg am Telefon erreichte. Der einst von Wacker Trainer Aytac Uzunoglu als „Pokalheld“ geadelte Ebeling erzählte weiter, dass er sich nach Beendigung seines Studiums im International Management an der ISM in Dortmund, das er komplett in Englisch durchführt, in den Obercastroper Westen umziehen möchte. Dann sei es ja nur ein Katzensprung in die Erin-Kampfbahn – im Vergleich zu den 50 Kilometern von Welver nach Castrop-Rauxel.

Über den Autor
Sportredaktion Castrop-Rauxel
Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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