Fatmir Ferati (am Ball), der vom Oberligisten SV Schermbeck zum VfB Habinghorst gekommen war, versuchte in seinem zweiten Einsatz für seine neue Mannschaft in der ersten Halbzeit Akzente zu setzen. © Hermann Klingsieck
Fußball

Farbe Rot spielt Hauptrolle bei Testspiel des VfB Habinghorst gegen Gahmen

Was war denn da los? In einem Testspiel hat der Schiedsrichter zwei Gelb-Rote Karten und eine glatt Rote Karte verteilt. War das ein Spiel mit überharten Bandagen zwischen VfB Habinghorst und SG Gahmen?

Der VfB Habinghorst hatte im Testspiel-Duell die Lünener SG Gahmen zu Gast. Rund 50 Fans waren dabei. Und sahen in diesem Spiel zweier ambitionierter A-Kreisligisten einen 4:1-Sieg der Gäste, die in der Dortmunder Kreisliga beheimatet sind. Habinghorsts Trainer Marc Olschewski kommentierte: „Es war kein schönes Spiel von uns. In der zweiten Halbzeit haben wir sogar gruselig gespielt.“

VfB Habinghorst spielt mit Regionalliga-Erfahrung

Der VfB hatte mit Hamid Hammouda, Fatlum Zaskoku und dem von Oberligist SV Schermbeck gekommenen Fatmir Ferati in der Start-Elf alle seine Akteure aufgeboten, die einst höherklassig gekickt haben. Auf der Bank herrschte gähnende Leere – mit nur zwei Einwechselspielern. Einer davon war Trainer Olschewski selbst.

Trotz dieses Dreier-Paketes an Hochkarätern kreierte der VfB in den ersten 45 Minuten keine einzige Torchance. Fatmir Ferati war so etwas wie ein Wanderer auf dem Platz mit geringem Laufpensum. Ist er mit dem Kopf noch in der Oberliga? Olschewski sagt dazu: „Fatmir ist ein überragender Fußballer. Er hat auch in der Oberliga nicht mit Riesen-Laufpensum geglänzt – trotzdem viele Tore geschossen.“ Aktuell habe er zudem Corona geschuldete Fitness-Defizite aufzuarbeiten.

Gahmens Trainer Kadir Kaya sah einen 4:1-Sieg seines Teams beim VfB Habinghorst. © Hermann Klingsieck © Hermann Klingsieck

Jedenfalls war der VfB Habinghorst der SG Gahmen schon mit allen „Stars“ unterlegen. Dass man zur Halbzeit nur 0:1 hinten lag, ist allein Keeper Sebastian Michelis zu verdanken, der mehrfach fantastisch gehalten hatte. Beim Tor durch einen Freistoß von Emre Yildiz links unten an der Mauer vorbei war er aber machtlos.

In der 45. Minute gab es die erste Gelb-Rote Karte. Gahmens Furkan Kiymaz (lief sich warm) hatte wohl seinem Bruder Ramazan Kiymaz etwas zugerufen. Was dieser mit „Halt‘s Maul!“ quittiert haben soll. So hatte es Schiedsrichter Sascha Schöner (Eintracht Ickern) gehört – und bestraft.

Zur zweiten Halbzeit blieben Hammouda und Ferati beim VfB draußen – Dennis Both und Marc Olschewski kamen rein. Coach Olschewski war es auch, der sofort den ersten Schuss aufs Gahmener Tor abgab. Der VfB-Trainer musste aber auch mitanschauen, wie seine eigene Abwehr immer löchriger wurde. Binnen weniger Minuten kamen die Gäste aus Lünen zu fünf 100-prozentigen Torchancen – versiebten sie allesamt. Plötzlich stand es 1:1 durch Both (60.). Wenig später sah Habinghorsts Lars Stasiak „Gelb-Rot“ wegen eines Foulspiels.

In den Minuten 69, 77 und 83 wurde es ganz bitter für den VfB Habinghorst. Es stand plötzlich 1:4. Fast mit dem Schlusspfiff sah ein weiterer Gahmener die Rote Karte, weil er Marc Olschewski beleidigt hatte. Auch da stand der Schiedsrichter genau daneben.

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Freier Mitarbeiter
Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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