Der Waltroper Klaus Overwien ist im FLVW ein Multi-Funktionär: als Spielleiter des Westfalenpokal-Wettbewerbs, Mitglied des Verbands-Fußballausschusses sowie Staffelleiter der Landesliga 3, Bezirksliga 9 und Bezirksliga 12.. © Hermann Klingsieck
Fußball

FLVW-Funktionär erklärt: Wegen des Saisonstart-Termins wurden Experten befragt

Die westfälische Fußball-Saison 2021/22 beginnt am 29. August. Also zwei Wochen später als ursprünglich ins Auge gefasst wurde. Ein FLVW-Funktionär erzählt von den Gründen.

Die meisten heimischen Trainer waren von einem Start der neuen Saison am Sonntag, 15. August, gegangen. Aber Pustekuchen. Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Westfälischen Fußball- und Leichtathletik Verbandes Westfalen (FLVW) lässt die Spielzeit 2021/22 zwei Wochen später anpfeifen – am Sonntag, 29. August.

Der VFA hat sich zum Start-Termin beraten und durchaus mit dem Datum Ende August überrascht. Warum diese Abkehr vom 15. August?

Westfalenpokal hat genügend Platz vor Saison-Anpfiff

Klaus Overwien (Waltrop) ist Mitglied des VFA erklärt: „Die Argumente der Mediziner, die nach der langen Corona-Pause für eine längere Vorbereitungszeit plädieren, sind stark in diese Entscheidung eingeflossen.“ In Westfalen sei zudem am Tag der Entscheidung nicht in allen Städten schon Training erlaubt gewesen.

Zudem gehe die FLVW-Führung davon aus, dass es am 1. September neue, weitere Corona-Lockerungen geben könnte, so Overwien. Der Waltroper ist auch der Staffelleiter der Landesliga 3 (mit dem FC Frohlinde) sowie der Bezirksliga-Staffeln 9 (mit Schwerin, FC Castrop.-Rauxel und SG Castrop) und Staffel 14. Und nicht zu vergessen: Overwien ist Spielleiter des Westfalenpokal-Wettbewerbs.

Der 29. August verschafft dem Westfalenpokal die Chance, vor dem Meisterschaftsstart die erste Runde auszutragen. Spielleiter Overwien erklärt: „Vom 15. bis zum 22. August ist die erste Runde terminiert. Damit stehen den Vereinen zwei Sonntage zur Verfügung.“

Involviert im Westfalenpokal sind aus Castrop-Rauxel der SV Wacker Obercastrop (Westfalenliga) und FC Frohlinde (Landesliga) – aufgrund ihrer Kreispokal-Endspielteilnahme aus dem Jahr 2020. „Die beiden Sonntage bieten sich als Spieltermine an, weil es Vereine mit einer langen Anfahrt geben wird“, denkt Overwien, der zudem zu Bedenken gibt: „Klubs, die in Runde eins einen Gegner aus der 3. Liga oder Regionalliga zugelost bekommen, werden ohnehin wochentags spielen müssen – denn es läuft zu diesem Zeitpunkt in diesen Ligen bereits die Meisterschaft“, so Overwien.

Frohlindes Trainer hat nicht mit Westfalenpokal vor Saisonstart gerechnet

Die Westfalenpokal-Auslosung soll Mitte Juli erfolgen. Frohlindes Trainer Jimmy Thimm war überrascht, dass im Westfalenpokal vor dem Meisterschaftsstart gespielt wird, wünscht sich aber „einen attraktiven Gegner“. Ein Spiel FC Frohlinde gegen Wacker Obercastrop ist sogar theoretisch möglich. „Dieses Los wäre für mich kein Pech – das wäre richtig gut“, sagt Thimm. Gleichzeitig verweist er aber auch auf die Castrop-Rauxeler Stadtmeisterschaft: „Es könnte zu einer Termin-Kollision mit dem Westfalenpokal kommen.“

Die erste Runde im westfälischen Pokal muss auf jeden Fall am 22. August abgeschlossen sein, so Spielleiter Overwien. Denn schon ab dem 23. August sind Spiele der zweiten Runde möglich. Für diese Runde gibt es aber den Spielraum bis zum 29. September. Also werden sich die Vereine wohl schwer überlegen, ob sie so kurz vor dem Saisonstart nochmals im Westfalenpokal kicken möchten.

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Über 30 Jahre als Sportredakteur aktiv, bin ich nun im "Unruhestand" seit der Saison 2018/2019 als Freier Mitarbeiter für den Castroper Sport am Ball - eine neue, spannende Erfahrung. Meine journalistischen Fachgebiete sind alle Ballsportarten, die Leichtathletik und Golf. Mit den deutschen Spitzen-Fechtern war ich in den frühen 2000er-Jahren bei Welt- und Europameisterschaften in der "halben Welt" unterwegs.
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