Beim TuS Henrichenburg ist in den vergangenen Jahren einiges beim Thema Infrastuktur und Renovierung passiert. Jetzt möchte ein Förderverein den Verein und den Stadtteil unterstützen. © Volker Engel
Fußball

Für Henrichenburger Vision 2032 wurde ein neuer Verein gegründet

Es tut sich etwas im Norden von Castrop-Rauxel: Beim TuS Henrichenburg ist ein Förderverein gegründet worden. Dieser Zusammenschluss hat sich einen Namen gegeben, in dem das Wort Vision drin ist.

Der neue Förderverein des TuS Henrichenburg will vor allem Beständigkeit für die Zukunft. Das sagt dessen 1. Vorsitzende Frank Philipp. „Vision TuS Henrichenburg 2032“, oder kurz „ViTuS“ – so nennt sich der neue Förderverein. Er soll sich zunächst vor allem der Jugendarbeit widmen.

Wenn ein Club, der vornehmlich für seine Fußballmannschaft bekannt ist, einen Förderverein gründet, ist meist etwas im Busch. Vor zehn Jahren schuf der FC Frohlinde dadurch einen Kunstrasenplatz an der Brandheide. Soll an der Lambertstraße der Naturrasen auch einem Kunstrasen weichen? Bis 2032?

Nebenplatz mit Kunstrasen

„Nein“, sagt Frank Philipp, „der Name ViTuS 2032 bezieht sich allein darauf, dass der TuS Henrichenburg dann 100 Jahre alt wird.“ Für seine Infrastruktur hat der TuS bereits Gelder erhalten. Ein sechsstelliger Betrag floss aus dem NRW-Programm „Moderne Sportstätte 2022“ an die Lambertstraße, wo nun der Nebenplatz über modernen Kunstrasen verfügt, anstatt roter Asche. Der Hauptplatz bleibt wie er ist, mit natürlichen Grashalmen anstatt Plastik-Grün.

In der Saison 2018/19 war der TuS Henrichenburg aus der Fußball-Kreisliga A abgestiegen – nach 20 Jahren. Doch ViTuS 2032 soll auch keine Sponsorengelder generieren, um Spieler zu bezahlen, die die baldige Rückkehr in die Kreisliga-Beletage garantieren sollen.

Christian Steckelbeck, Vorsitzender des TuS Henrichenburg, stellt klar: An der Lambertstraße werden keine Spielergehälter gezahlt. Auch dafür sei der Förderverein ViTuS 2032 nicht da. © Volker Engel © Volker Engel

„Kein Spieler beim TuS Henrichenburg kassiert Gehälter“, erklärt der TuS-Vorsitzende Christian Stackelbeck. „Das haben meine Vorgänger schon so gehalten. Und so mache ich das auch. Der TuS ist ein Verein, in dem man in einem familiären Umfeld gegen den Ball tritt.“ So wie er selbst.

Für die erste Herren-Mannschaft, sei man aber natürlich daran interessiert, „junge Fußballer zu uns zu lotsen“, so Stackelbeck. Und genau dort möchte der Förderverein einhaken. Der soll vor allem – so schildert es Frank Philipp – die Jugendarbeit fördern. So steht es in der noch recht jungen Agenda des Fördervereins ViTuS. Dabei gehe es keinesfalls bloß um einen neuen Trikot-Satz.

Zahlreiche Nachwuchsteams

„Nicht jeder, der eine gute Fußballausbildung erhalten hat, kann diese einfach so weitergeben, daher wollen wir unseren Jugendtrainern die Chance geben, sich bei Lehrgängen weiterzubilden“, so Frank Philipp. Dafür sucht er Sponsoren. „Wenn sich ein Elternteil bei uns um eine Jugendmannschaft kümmert, wollen wir ihm auch die entsprechende Förderung zukommen lassen.“ Schließlich verfüge der TuS Henrichenburg über zahlreiche Nachwuchsteams.


Doch nicht nur die Fußballsparte habe man im Blick, beteuert Frank Philipp. Die Kinder-Turnabteilung sei eine Institution im Stadtteil. Dafür will ViTuS 2032 Gelder für Sportgeräte sammeln. „Der TuS Henrichenburg ist einer der größten Vereine in der Stadt Castrop-Rauxel“, sagt Frank Philipp. „Aber ohne Förderung ist das für einen Verein kaum noch zu finanziell zu stemmen.“ Zumal der TuS eine Abteilung von Eintracht Ickern übernommen hat. Rund 40 Mitglieder kamen im April durch die Tanzgarde dazu.

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Redaktion und Sportredaktion Castrop-Rauxel

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