Lukas Steinhoff (am Ball) warf zehn Tore für die HSG Rauxel-Schwerin gegen den TV Beckum. © Volker Engel
Handball-Landesliga

HSG Rauxel ist gnadenlos – TV Beckum fährt als Schlusslicht nach Hause

Nach sechs Wochen Pause hat die HSG Rauxel-Schwerin in der Handball-Landesliga erstmals wieder um Punkte gespielt. Der HSG scheint die Wartezeit, die länger war als für den Gegner, gutgetan zu haben.

Durch die ungerade Zahl von Mannschaften in der Handball-Landesliga hatte die HSG Rauxel-Schwerin auch am Wochenende vor den Herbstferien spielfrei. Somit war die Spielpause für die HSG sogar noch länger als für die Liga-Rivalen. Nach sechs Wochen Wartezeit spielten die Castrop-Rauxeler wieder um Punkte.

Die halbe Liga muss absteigen

In der ASG-Sporthalle lief der TV Beckum auf, der als Tabellenletzter die Heimreise antreten musste. Denn die Rauxel-Schweriner setzten sich mit 26:20 (14:9) durch. HSG-Trainer Sebastian Clausen urteilte: „Meine Mannschaft hat sich an unsere Marschrouten gehalten. Sie hat es zum Beispiel sehr gut umgesetzt, nicht schon bei Halbchancen zu werfen, sondern nur auf die 100-prozentigen zu gehen.“

Obwohl sein Team aktuell Tabellendritter ist, sprach Clausen nach dem Sieg von zwei Punkten gegen den Abstieg. Das ist kein übertriebener Zweck-Pessimimus. Denn nach dem Ende der Spielzeit muss rund die Hälfte der Mannschaften der Landesliga-Staffel 4 den Gang in die Bezirksliga antreten. Höchstwahrscheinlich ist bereits Rang sechs ein Abstiegsplatz.

HSG-Trainer Sebastian Clausen (graues Shirt) nahm beim Stand von 23:18 eine Auszeit für letzte Anweisungen. Die Worte hatten Wirkung. Die Rauxel-Schweriner warfen drei Tore in Serie zum 26:18. © Volker Engel © Volker Engel

Über Beckum sagte Sebastian Clausen: „Diesmal hatten die Gäste nicht Kaliber wie Unna-Massen.“ Vor der Herbstferien-Pause hatte die HSG gegen diesen Gegner mit 27:26 gewonnen. Clausen: „Wir haben Beckum mit unserer offensiven 3-2-1-Deckung in Zaum gehalten. Und vorne waren wir im Rückraum in verschiedenen Konstellationen gespielt und auch getroffen.“

Die meisten Rauxel-Schweriner Tore fielem über den Rückraum. Weshalb auch Lukas Steinhoff (10 Treffer) und Emil Weste (6) die besten HSG-Schützen waren. Auch Alexander Materna habe ein gutes Spiel gemacht, sage Clausen: „Und Franklyn Gonzalez Tejeda gelangen seine ersten beiden Landesliga-Tore von der Außenposition.“

Seine Truppe habe nur zwei Schwächephasen im gesamten Spiel gehabt, sagte Sebastian Clausen. Eine hatte er in der Schlussphase ausgemacht. Weshalb der Trainer beim Stand von 23:18 eine Auszeit für letzte Anweisungen nahm. Die Worte hatten Wirkung. Die HSG warf drei Tore in Serie zum 26:18.

Erfreut war Clausen wegen der Fan-Unterstützung. Er berichtete: „Es waren einige unserer Jugendspieler in der Halle, die mit vier Trommeln für Stimmung gesorgt haben. Das war super.“ Allerdings fehlte ein der Zuschauer. Die zweite Mannschaft konnte nicht anfeuern, weil sie zeitgleich zum Landesliga-Spiel selbst in Bochum antrat.

Das ist nicht alltäglich: Coach Sebastian Clausen sprach ein Lob für die Schiedsrichter Dustin Otto (Schwelm) und Helmut Schubert (SK Kierspe-Meinerzhagen) aus: „Die beiden haben mit Spielern und Trainern sehr gut kommuniziert. Es war alles nachvollziehbar was sie gepfiffen haben.“

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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