Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) veranstaltet seit 1935 den DFB-Pokal sowie seit 1980 jenen der Frauen. © picture alliance/dpa
Frauenfußball

In der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals steckt auch Castrop-Rauxel drin

Für alle im Amateurfußball ist ein Auftritt im DFB-Pokal der Höhepunkt der Laufbahn. Durch Losglück ist Castrop-Rauxel mehrfach im Pokal vertreten.

Den DFB-Pokal gibt es seit dem Jahr 1935. Er wird jährlich vom Deutschen Fußball-Bund veranstaltet, ist nach der deutschen Meisterschaft der zweitwichtigste Titel im nationalen Vereinsfußball und wird im K.-o.-System ausgetragen. Der DFB-Pokal der Frauen wurde zur Saison 1980/81 erstmals ausgespielt – zu einem Zeitpunkt, als es noch keine Frauen-Bundesliga gab.

Ein Los wurde gezogen, um einen Westfalen-Vertreter zu ermitteln

Während die Profis es gewöhnt sind, im DFB-Pokal-Wettbewerb aufzulaufen, ist es für jeden Amateur etwas Besonderes. Schön ist, dass in der Saison 2021/22 die Stadt Castrop-Rauxel dabei mehrfach vertreten ist.

Ein Losentscheid ist im Sport nie die ideale Lösung. Aber weil der Frauen-Westfalenpokal 2020/21 nicht zu Ende gespielt wurde, gab es keine andere Lösung, um einen Westfalen-Vertreter für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde zu finden. 23 Lose waren im Topf. Und Landesligist Spvg Herne-Horsthausen wurde gezogen.

„Wir haben alle vor dem Internet gehockt und mitgefiebert. Als wir als Glückslos gezogen wurden, haben sich alle Mädels und der gesamte Verein riesig gefreut“, erklärt Spielerin Nadine Kirsch, die in Pöppinghausen wohnt. „Als Landesligist im DFB-Pokal zu spielen, ist eine tolle Sache. Wir sind aber auch eine gute Truppe und wollen nicht nur Spaß haben – wir wollen eine Runde weiterkommen.“

Die Pöpinghauserin Nadine Kisch (schwarzes Trikot) spielte auch schon für den SuS in dem Castrop-Rauxeler Stadtteil, in dem sie lebt. © Jens Lukas © Jens Lukas

Nadine Kirsch ist übrigens im 20er-Spielerinnen-Kader nicht die einzige Castrop-Rauxelerin, die mit der Frauen-Mannschaft der Spvg Horsthausen im DFB-Pokal auflaufen wird. Annika Gil, Katharina Marschallek und Daniela Koj stammen oder wohnen ebenfalls in der Europastadt.

Ob dieses Glückslos für Horsthausen auch monetäre Vorteile beinhaltet wie im Männerfußball, ist nirgendwo verbürgt. Bei den Männern fließen in der ersten DFB-Pokalrunde 175.500 Euro an jeden Verein.

Für die 37-jährige Nadine Kirsch schließt sich nach einer schweren Verletzung („Im Knie war bis auf das Außenband alles kaputt“) ein Kreis mit der DFB-Pokal-Teilnahme in einer langen Karriere. Diese führte sie sie auch zur Lütgendortmund und Duisburg bis in die 2. Bundesliga.

Beim 1. FFC Recklinghausen spielte die Castrop-Rauxerlerin einst mit Nationalspielerin Alexandra Popp in einer Mannschaft. Kürzlich hat die dreifache Mutter bei der Spvg Horsthausen um ein weiteres Jahr verlängert. „Mit einer langen Verletzungspause wollte ich nicht aufhören mit dem Fußballspielen.“

Zurück zum DFB-Pokal: Im Frauenfußball sind dafür die Klubs der 1. Bundesliga der und 2. Bundesliga, die Aufsteiger in die 2. Bundesliga, fünf Regionalliga-Meister und die Vertreter der 21 Landesverbände qualifiziert. Die erste Runde wird am 20. und 21. August gespielt. Die Auslosung erfolgt Ende Juli.

Beim Frauen-DFB-Pokal werden die ersten drei Runden nach regionalen Gesichtspunkten ausgelost, um zu lange Fahrten zu vermeiden. Bayern München ist für Horsthausen also kein Thema. Sehr wohl aber ein Heimspiel für einen Landesligisten. „Es gibt einige attraktive Gegner, auf die wir treffen könnten. Hoffentlich ist kein Bezirksligist im Lostopf – und wir müssen dort hinfahren“, lautet der Wunsch von Nadine Kirsch in Runde eins des DFB-Pokals.

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