Der achte Fußball-Spieltag der Saison 2021/22 wird als ein gebrauchter Tag in die Castrop-Rauxeler Sport-Geschichte eingehen. Es gab Ergebnisse zum Schämen. © Volker Engel
Meinung

Kann man Euch denn nicht mal eine Woche alleine lassen, liebe Fußballer?

Der achte Fußball-Spieltag der Saison 2021/22 wird als ein gebrauchter Tag in die Castrop-Rauxeler Sport-Geschichte eingehen. Es gab Ergebnisse zum Fremdschämen, meint unser Autor. Ein Kommentar.

Der Satz hat gewiss in vielen Familien Widerhall: „Kann man Euch denn nicht mal eine Woche alleine lassen.“ Dieser elterliche Ausspruch lag mir auf den Lippen, als ich am Sonntag gegen 17.30 Uhr aus dem Urlaub heimkehrte und einen Blick in das Redaktionssystem warf.

Nein, die Kritik gilt nicht den Reportern, die mich in meiner Abwesenheit vertraten sowie dem Vertreter zuarbeiteten. Im Gegenteil. Tatsächlich waren es die Ergebnisse der Castrop-Rauxeler Mannschaften am achten Spieltag.

Denn bis zu dem Zeitpunkt, zu dem der 1:0-Sieg des SV Wacker Obercastrop in der Westfalenliga gegen den SC Neheim eingearbeitet war, standen in der Übersicht der Resultate in den oberen Spielklassen durchweg Niederlagen. Das 0:9 des FC Frohlinde in der Landesliga bei der Spvg Horsthausen sowie die Bezirksliga-Pleiten der Spvg Schwerin (0:1 bei der viele Monate lang sieglosen Union Lüdinghausen), des FC Castrop-Rauxel (0:3 gegen Fehlstarter Teutonia Waltrop) und der SG Castrop (1:8 bei RW Germania).

Am Tag danach stellten Journalisten-Kollegen aus zwei Nachbarstädten die Frage, wann es letztmals solch eine magere Ausbeute gegeben habe. „Gefühlt seit zehn Jahren nicht mehr“, war meine Antwort, die einer Überprüfung wahrscheinlich standhalten würde. Spielplan-Pech kann man als Erklärung für die fünf Aushängeschilder des Castrop-Rauxeler Fußballs auch nicht als Erklärung aufrufen.

Es gibt allerdings auch keinen Grund, in eine Herbst-Depression zu verfallen. Jetzt muss der Bock am nächsten Sonntag mit Schmackes umgeschmissen werden. Auf geht´s!

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Lokalsport Castrop-Rauxel
Ein Journalist macht sich aus Prinzip keine Sache zu eigen, nicht einmal eine gute (dieses Prinzip ist auch das Motto des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises).
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