Maximilian Flüggen gehört 2021 zum Westfalenliga-Stammpersonal des TuS Ickern, wie auch Alexander Mannapov, Luca Sobbe und Fabio-Luis Guth. © Volker Engel
Tennis

Mit Zweifel: Tennis-Saison soll Ende Mai starten

Die Freiluftsaison für Tennisspieler steht bereits vor ihrem Beginn unter Termindruck. Der Westfälische Tennisverband könnte mit einem Tabu-Bruch reagieren.

Der Westfälische Tennisverband (WTV) hat in der vorletzten April-Woche seine Spielpläne für die Sommersaison vorgestellt. Aufschlag wäre demnach am letzten Mai-Wochenende, also rund vier Wochen später als üblich. Doch schon werden Zweifel am Entwurf des Terminplans laut. Beim Verband selbst bangt man um den Starttermin – und bringt einen Tabu-Bruch ins Spiel.

Schwierigkeiten bei den Doppeln

Es ist die zweite Tennissaison, die von der Corona-Pandemie beherrscht wird. Tennis ist Individualsport, die Austragung von Einzeln im Hobbybereich (vorbehaltlich weiterer Regelungen und Maßnahmen) ist erlaubt. Bei den Doppeln wird es aber bereits schwierig, nur eine Person aus fremden Hausstand dürfte mitspielen.

„Solange das nicht geklärt ist und, ob die Umkleiden genutzt werden dürfen, habe ich Zweifel an der Durchführbarkeit der Saison“, sagt Ulrich Viefhaus, Vorsitzender des TC GW Frohlinde und Sportwart des Stadtsportverbands Castrop-Rauxel (SSV). Bei Frohlindes überbezirklich spielenden Teams haben die Damen 40, die Herren 55 und die Herren 70 gemeldet. Einen Rückzug ohne Konsequenzen, wie noch im Sommer 2020, wird es diesmal nicht geben. Wer in der laufenden Saison aussteigt, steigt auch ab.

Die Herren des TuS Ickern hatten im vergangenen Juni von der Ausnahmeregelung profitiert und sich ohne Abstieg aus der Westfalenliga zurückgezogen. In Alexander Mannapov, Luca Sobbe, Maximilian Flüggen und Fabio-Luis Guth sollen vier Ickerner Eigengewächse zum Stammpersonal zählen. Ob und wann die fünf ausländischen Spieler auf den ersten sechs Rängen der Ickerner Meldeliste zum Einsatz kommen, ist unklar.

TuS Ickerns Damen sind freiwillig in die Verbandsliga abgestiegen. Der Westfalenligadrittletzte aus 2020 sieht sich dort besser aufgehoben. „Unsere Damen haben ihr Studium aufgenommen. Mit diesem Schritt wollen wir ihnen ermöglichen, dies und Tennis unter einen Hut zu kriegen“, erklärt TuS-Geschäftsführer Heiko Sobbe. „Unser eigener Nachwuchs soll nicht in der zweiten Reihe stehen.“ Lisa Matschke, Laura Hnat und Chiara Schüssleder sind fest eingeplant. Auf die Dienste der bisherigen Spitzenspielerin Svetlana Iansitova will man am Kattenstätter Busch aber nicht verzichten. Die neue nominelle Nummer Eins ist Alexandra Dulgeru aus Rumänien.

Svetlana Iansitova (Foto), hier in der Saison 2020 am Ball, wird auch im kommenden Sommer für den TuS Ickern spielen. Nominelle neue Nummer eins am Kattenstätter Busch ist aber Alexandra Dulgeru. © Christian Püls © Christian Püls

Jedoch steht die ganze Saison auf wackeligen Beinen, schließlich sind pandemiebedingte Unterbrechungen nicht auszuschließen, wie Corina Scholten, beim WTV für die Erwachsenen-Wettbewerbe zuständig, einräumt: „Es ist schwer abzusehen, wie sich alles entwickelt. Wir werden aber alles tun, damit wir diese Saison spielen können. Ich persönlich glaube nicht, dass wir bereits Ende Mai starten können.“

Eine weitere Verschiebung des Spielplans nach hinten würde allerdings ordentlich Termindruck reinbringen. Wenn die Westfalenligisten Ende August ausgespielt haben (so der Plan bislang), wollen schließlich noch die Kreisliga-Teams zu ihrem Recht kommen. Daher überlegt man beim WTV bereits jetzt, Wettbewerbstermine in die Sommerferien zu legen. Die waren bislang tabu.

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Redaktion und Sportredaktion Castrop-Rauxel

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