Ein Westfalenliga-Fußballer des SV Wacker Obercastrop kickt künftig für einen Landesliga-Rivalen des FC Frohlinde. © Volker Engel
Fußball

Spieler von Wacker Obercastrop wechselt zu einem Frohlinder Landesliga-Gegner

Als Kleinkind wuchs ein Fußballer von Wacker Obercastrop in Belgien und England auf. Viele Standortwechsel prägten für den heute 29-jährigen Kicker auch seine Fußball-Laufbahn in Deutschland. Jetzt geht seine Reise weiter.

Geboren wurde der in Castrop-Rauxel bestens bekannte Fußballer am 9. Juni 1991 in Antwerpen (Belgien). Als er drei Jahre alt war, zog seine Familie nach London (England) um. Sein Vater kam aus Ghana, seine Mutter aus Deutschland. In die Heimat seiner Mutter, Dortmund, ging es für einen langjährigen Castrop-Rauxeler Kicker weiter, als er neun Jahre war.

Wechsel wurde im Januar verkündet

Seit Januar ist nun bekannt, dass die Reise für Sascha Schröder vom Westfalenligisten SV Wacker Obercastrop weitergeht. Der Kicker schließt sich dem Landesligisten SV Hilbeck zur neuen Saison 2021/22 an – also einem Gegner des FC Frohlinde. Der Grund ist ein Wohnortwechsel. Mit Freundin Nadine Köhler ist er im September 2020 nach Niederense, einem Ortsteil von Neheim-Hüsten, gezogen. Dort arbeitet der Fußballer, mit dem in Castrop-Rauxel erworbenen Fachabitur, bei einem großen Unternehmen für Brillen und Hörgeräte mit zahlreichen Filialen deutschlandweit.

Sascha Schröder war vorallem in der Landesliga-Aufstiegs-Saison ein Goalgetter des SV Wacker Obercastrop. © Volker Engel © Volker Engel

Die Fahrten zum SV Wacker seien dann doch zu weit gewesen, wie Schröder dem Reporter unserer Redaktion erklärte: „Von Niederense nach Hilbeck ist es nur eine Viertelstunde Fahrt.“ Zum dortigen Landesligisten ist der Kontakt über den Onkel seiner Freundin gekommen. Dieser ist Hilbecks Co-Trainer.

Im Gespräch mit dem Sportlichen Leiter, Dirk Niggemann, sei dann alles ganz schnell gegangen. Schröder erzählte lachend: „Der kannte mich aus der Zeit, als ich für den SV Brackel gegen Hilbeck ein ganz besonderes Tor geschossen hatte. Von links habe ich den Ball in den rechten Winkel geknallt.“

Der SV Hilbeck profitierte in der Saison 2019/20 davon, dass die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen und vor allem nicht gewertet wurde. Denn die Werler belegten auf Rang 14 einen Abstiegsplatz. Bestandteil der Landesliga ist Hilbeck seit der Saison 2014/15, schnitt aber nie besser ab als in der Premieren-Saison auf Position sechs. In der Saison 2003/04 war das neue Schröder-Team der Kreisliga A entkommen und landete in den folgenden zehn Jahren in den Bezirksliga-Staffeln 9 und 7 stets in der oberen Tabellenhälfte.

Tore wie zuvor erwähnt, die man von dem schnellen Stürmer, dessen Einwürfe gefährlicher als manche Flanken sind, konnte man auch hierzulande schon häufig bewundern. Der kleine Sascha Schröder begann in der D-Jugend des SC Dortmund und blieb bis zu den B-Junioren.

Das Talent war schnell erkannt. Westfalia Herne rief. Dort folgte indes nur ein halbes Jahr, dann ging der Schröder-Express zum TuS Eving-Lindenhorst weiter. Von dort landete er in der A-Jugend der Spvg Schwerin, bei der er den Sprung in die erste Mannschaft schaffte. Nach einem Jahr ging es vom Berg herunter erstmals zum SV Wacker.

Mit dem SV Brackel feierte Sascha Schröder den Aufstieg in die Westfalenliga. Einer Saison beim SV Wetter (damals Landesliga) folgte die erste Rückkehr in die Erin-Kampfbahn. Dort stieg er mit dem SV Wacker in die Landesliga auf. Der TuS Sinsen mit Trainer Toni Kotziampassis folgte als Station. Aber nur für eine halbe Saison.

Weil der Trainer ging, ging auch Schröder zum SV Wacker Obercastrop zurück, wo er dann den Aufstieg in die Westfalenliga bejubelte. Und gab ein Versprechen über den Sommer hinweg jetzt am Telefon: „Wenn ich frei habe, schaue ich immer wieder gerne in der Erin-Kampfbahn vorbei.“

Es muss dann wohl nicht zum letzten Mal gewesen sein. Denn der SV Wacker mit all den Bekannten will er immer in guter Erinnerung behalten. Er möchte noch bis zum Sommer das eine oder andere Spiel bestreiten: „Denn so will ich mich nicht nach der Corona-Pause in Obercastrop verabschieden.“

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Geboren und wohnhaft in Castrop-Rauxel, bin ich über den Billardsport (Karambolage) als freier Mitarbeiter in der Castrop-Rauxeler Lokalredaktion angefangen. Da ich neben dem französischen Billard noch Fußball, Handball, Tischtennis und Tennis in Vereinen aktiv ausführte bot es sich förmlich an, darüber ebenfalls zu berichten.
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